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Neue Fortschritte in den Verbrecherstudien
Entstehung
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V. Kapitel.

Der Verbrechertypus.

Die Anhäufung von Anomalien, wie wir sie bei den Verbrechernfanden (siehe oben) und wie sie sich täglich eindringlicher demBlicke des aufmerksamen Beobachters darthut so dass, wennüberhaupt von einem Irrtum unsererseits die Rede wäre, diesernur darin bestehen könnte, dass diese Thatsachen nicht genügendin Rechnung gezogen werden diese Anhäufung von Anomalienist der sicherste und beste Beweis für die Existenz des Verbrecher-typus, der ja eben das Resultat dieser Anhäufung darstellt, so dassman eigentlich gar nicht mehr darauf zurückzukommen brauchte.Da jedoch der Streit um den Verbrechertypus von Seiten der Gegnerder Kriminalanthropologie noch mit der gleichen Lebhaftigkeit ge-führt wird wie in den ersten Tagen des Kampfes, so müssen wirdoch bei dem Gegenstand verweilen.

1.Was einen bei den Verbrechern am meisten in Er-staunen setzt", schreibt Latyschew (Bulletin de la Commissioninternationale jtenitenrAaire, St. Petersburg, 1879. S. 209), ist diegrosse Ähnlichkeit, die sie bezüglich ihrer Denkungsart und ihreräusseren Erscheinung alle untereinander zeigen; die Gewebe er-fahren im Verbrechertypus eine derartige Umbildung, dass dieGegenwart eines Verbrechers, auch ohne eigentliche physische Häss-lichkeit, "Widerwillen und Abscheu hervorruft.

Einen lebhaften Geist, der sich unter einer grossen Zahljunger Verbrecher verlor, lernte ich in einem Krüppel kennen. Erwar ein gemeiner Gauner, aber von Natur ein Philosoph, der einegute Erziehung genossen und in jeder Hinsicht davon profitiert hatte."

Dieser verstieg sich bei irgend einer Gelegenheit einmal zu