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seiner Jugend hatte er zwei epileptische Wahnsinnsanfälle, in denener den Projekten in die Ohren biss und einen ehrwürdigen Manngrundlos insultierte. Er empfindet keine Liebe für seine Mutterund verachtet die öffentliche Meinung. In der Armee wollte ersich der Disciplin nicht fügen, in Petersburg verlumpte er ganz undgar. er verkehrte in bestialischer Gesellschaft, hatte die ruchlosestenLiebeshändel und heiratete schliesslich eine irrsinnige, lahme Bettle-rin, nur um der öffentlichen Meinung ins Gesicht zu schlagen. Imübrigen ist er Atheist und mutig, er geniesst besonders wegen seinerverbrecherischen Neigung ein gewisses Ansehen und gilt als Densex machina und als der zukünftige rote Czar bei den Nihilisten,denen er sich anschliesst, obgleich er sie verachtet.
Im Zorn war er ruhig und überlegt.
„Ich muss ein grosser Mann sein, dass ich dem gesundenMenschenverstand widerstehen kann," ist eine seiner Maximen; fürihn giebt es keinen Unterschied zwischen einer cynischen Handlungund der grös'sten Heidenthat. Furcht kennt er nicht; er war fähigeinen Menschen umzubringen und dabei völlig Herr seiner selbstzu bleiben. Er glich darin dem Revolutionär L . . . . , der seinganzes Leben lang die Gefahr aufgesucht hatte; denn der Gedankean die Gefahr berauschte ihn. Die Gefahr war ihm ein Bedürfnisgeworden; er püegte den Bären nur mit einem Messer bewaffnetaufzusuchen, er hätte sich um einen Stiefel geschlagen. Er warreich, und doch wollte er lieber Hunger leiden, als sich vor seinemVater beugen.
Der Autor spricht dann von Lebiadkin, der eine Rachehand-lung versucht und sagt: „Ein besonderer Zug dieser Art Leute istdas völlige Unvermögen, ihre Wünsche zu zügeln. Sobald irgendein Wunsch in ihnen auftaucht, muss er auch erfüllt werden ohnejede Rücksicht auf Anstand und Herkommen."
Man sehe, wie Stephan, das eigentliche Haupt der Ver-schwörung, seine revolutionären Massregeln darlegt:
„Vor allem ist eine bureaukratische Livree nötig. Ich erfindeTitel, darunter Sekretär. Präsident u. s. w., dann kommt die Senti-mentalität, die der wirksamste Agent ist; ferner handelt es sich umeigentliche Schurken, deshalb bedürfen sie einer beständigen Über-wachung; vor allem aber ist der menschliche Respekt sehr mächtig,die Furcht vor eigenen Ideen, und dass man ihnen nachsage, sieseien nicht freisinnig genug." „Ausserdem — meint ein Genosse— kennt man noch das Geheimnis, wie man einen Genossen vonfünf seiner Kameraden ermorden lassen kann, unter dem Vorwand,dass er ein Spion; auf diese Weise dient der Mord allen als ge-meinsamer Kitt und Mörtel."