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verurteilt worden, folgten seine Frau, das Opfer seines Verbrechensund eine andere, jüngere Tochter in die Strafkolonie. Nun hälter die ältere Tochter zu der gemeinsten Prostitution an, bereitetdie jüngei'e würdig auf eben dieses Gewerbe vor und setzt dabeiseinen blühenden Handel mit Kochtöpfen fort.
Die eigentlichen Opfer dieser Strafkolonie sind die armenAufsichtsbeamten. Ihr Martyriologium ist sehr lang. Unter dergrossen Zahl der Opfer lieben wir nur Olivieri hervor, einen Ex-Sergeanten des 12. Linienregiments mit 21 Dienstjahren, der imMärz 1886 mit der Axt erschlagen wurde. In Quegoa hatte Villenetdasselbe Schicksal; Lavergne erhielt unzählige Messerstiche voneinem Sträfling, der vagabundierend umherzog, obgleich er schondreimal nach einander auf Lebenszeit verurteilt war (LavergnesLeben war im Ecarte ausgespielt worden!!); Antonmarchi wurde,während er schlief, die Kehle durchgeschnitten; Salvadori, Collin.Paggi, Guillemaille wurden mit "Weib und Kind erdolcht; Gerbi inStücke geschnitten. Und manche nahmen sich gleich bei ihrer An-kunft in Noumea das Leben, als sie merkten, wie ihre Stellung hierbeschaffen war, um die sie selber nachgesucht hatten, und die manihnen als eine Belohnung für ihre treuen Dienste dargestellt hatte.
Werfen wir noch einen Blick auf die für die Deportation imJahre 1891 erzielte Bilanz. Da finden wir für den Strafdienst eineGesamtsumme von Fr. 11,175.932. Bis jetzt ist, wie man sieht,nur § 1 des Gesetzes von 1884 befolgt worden.
Die überseeischen Bagnos sollen eine Entlastung für die Haupt-stadt sein. Dieser Bagno hat indessen nur eines bewirkt: er hatdas Aufblühen einer prächtigen Kolonie verhindert.
Man war von dem gewiss sehr richtigen Gedanken ausgegangen,die Hauptstadt von dem sie verseuchenden Gesindel zu entlasten;aber man hatte dabei den wahnsinnigen Ehrgeiz, kolonisieren zuwollen, ohne sich weiter zu derangieren, ohne eigentliche Kolonenzu haben.
Man hat geglaubt, Australien, wie es heute dasteht, sei dasWerk der convicts. Aber diese hätten niemals Sidney und Melbournegründen oder die prächtige Eisenbahn von Murray schaffen können,wenn die im Innern des Landes verborgenen Schätze die Goldsuchernicht nach dem Australischen Kontinent gelockt hätten. Doch sobalddiese reich geworden waren, fühlten sie einen unbeschreiblichenWiderwillen gegen die Sträflinge, vertrieben sie mit Gewalt undHessen ihnen nicht einmal Tasmanien übrig. Neu-Süd-Wales — sagteder Gouverneur F. de la Richerie — begann erst sich aus ärmlichenZuständen zu erheben und einer stets wachsenden Prosperität ent-gegenzugehen, als man freie Einwanderer heranzuziehen suchte, wäh-rend die Deportation nach Neukaledonien bis jetzt nur Zuchthäusler
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