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eigenen Hause hatte ermorden und bestehlen helfen (degringoter etrefroidir un michet dans sa carree).
„Ich habe eine Zeitlang betrogen, sagte sie, aber jetzt bin ichwieder vernünftig."
..Endlich einigte man sich über eine Heirat. Der Sträflingerschien bei der Hochzeitsfeierlichkeit mit einer ehemaligen Prosti-tuierten Namens Fanny am Arme. Nach der Messe hielt der Priesterden Neuvermählten eine Predigt, worin viel von Vergebung, Er-lösung und Vergessen des vergangenen Leides die Rede war. Aberdie etwas erregte und ungeduldige Braut wiederholte währenddessenunaufhörlich die Worte: „Der ödet uns nicht schlecht an (ce qu'ilnous saüle)."
..Darnach fand ein Bankett statt, wobei das Ereignis gehörigbegossen wurde. Der Zeuge schenkte sich das Glas so oft voll undtrank soviel verfälschten Alkohol, dass er einschlief und sich dieBörse stehlen liess. Der Bräutigam besoff sich in gleicher Weise.Als er am andern Morgen aufwachte, hatte er ein blaues Auge undwusste nicht mehr, wo seine junge Frau gebüeben war. Diese hattesich den Bausch ihres Mannes zu nutzen gemacht, um sich auf eigeneFaust mit einem anderen Freigesprochenen zu amüsieren, und dieserletztere lieferte sie denn auch tags darauf ihrem Gatten wieder ab.Der machte gute Miene zum bösen Spiel und fand die Sache eigentlichganz natürlich. Er hatte während seiner Betrunkenheit einen Traumgehabt. Er hatte gehört, wie ihm eine Frauenstimme zärtliche Wortezuflüsterte, hatte das lächelnde Gesicht seiner Braut zu sehen geglaubtund gefühlt, wie ihre Hand ihn sanft streichelte. Beim Erwachenhatte er von alledem nur noch eine ganz vage Erinnerung, dochkonstatierte er. dass sein Portemonnaie bei dieser Gelegenheit merk-würdigerweise aus seiner Tasche in die der ehrenwerten Rosa ge-langt war."
„Obgleich Rosa verheiratet war, so lebte sie doch bald mitallen Freigelassenen und sogar mit den eingesperrten Sträflingen imKonkubinat. Der Mann drückte die Augen zu und that, als ob ernichts davon bemerkte (faisait le graffe). Eines Tages lockte Rosaeinen freigelassenen Araber, von dem sie wusste, dass er reich war,an einen abgelegenen Ort, wo ihr Mann ihn ausplünderte und ihnmit Axtschlägen tötete. Das Weib aber begann ängstlich zu werdenund denunzierte den Mörder, der dann auch zum Tode verurteiltwurde. So endete dieses glückliche Ehebündnis."
Im Neo-Caledonien vom 26. Januar 1886 stand zu lesen:
„Ein Deportierter erhielt vor einiger Zeit, man weiss nichtwarum, die Konzession, und es wurde ihm gestattet, ein hübsches,junges Weib zu heiraten, die, wie es scheint, mit ihrem neuen Gattennicht sehr zufrieden war."