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abwärtsgezogenen scharfen Schlusszug der Unterschrift mit den Ver-brecherhandschriften übereinstimmt; sie gleicht besonders der vonRäubern und Mördern, wovon ich Pacsimiles in meinem Atlas desHomme Criminel (Tf. XXII — XXIII) anführte, und der unterhypnotischer Suggestion handelnder Verbrecher (Tf. XXX).
Ausser einigen physiognomischen Merkmalen erscheint Eyraudnicht als geborener Verbrecher. Dasselbe lässt sich von seinempsychologischen Zustand sagen.
Die Lust am Bösen an und für sich, die einen echten Charakter-zug des geborenen Verbrechers, besonders aber des blutigen Ver-brechers bildet, zeigte sich bei ihm weder in seiner Kindheit nochin seiner Jugend. Er war bis dahin nur ein Deserteur und Be-trüger gewesen. Die Untersuchung hat festgestellt, dass er ein jo-vialer Mensch war, der gerne lachte; zugleich war er aber äusserstheftig, geriet leicht in Zorn und Hess sich manchmal, ohne ernst-licheren Grund, bis zur äussersten Wut hinreissen; die Weiberliebte er bis zum Excess und war zu allem fähig, wenn es sichum die Befriedigung dieser Leidenschaft handelte.
Das Weib und immer wieder das Weib, das war sein ein-ziges Sinnen und Denken. In Amerika fand man ihn nach demVerbrechen in allen möglichen zweifelhaften Häusern.
Nach seiner Verhaftung spricht Eyraud beständig von seinenfrüheren Liebschaften; das wird bei ihm zu einer fixen Idee, dieihn jede Stunde, jeden Augenblick verfolgt. Diese wahnsinnigeLeidenschaft setzt sich in seiner Zelle in Handlungen um, die dieWärter nur mit allergrösster Mühe verhindern können.
Eines Weibes wegen war er zum Deserteur geworden; fürWeiber verschleudert er das Geld, das er im Fellhandel und inder Schnapsbreunerei stecken hatte; um eines Weibes willen wurdeer schliesslich zum Mörder.
Er hatte sich sehr rasch in seine Complice Gabriele Bompardverliebt; vielleicht gerade, weil sie, die eine bis ins innerste Markhinein perverse Natur war, für ihn jene Art von Wahlverwandt-schaft empfand, wie man sie oft zwischen Verbrechern beobachtet.Für sie und ihretwegen hat er sein Verbrechen begangen, ist erentdeckt und verhaftet worden.
Und hat uns die Voruntersuchung in seinem Prozess nicht ge-zeigt, dass Eyraud zur Zeit, als er nach Amerika entfloh, einenMordversuch auf eine Frau gemacht hatte, die das Haus des Gattennicht hatte verlassen wollen?
Derjenige Zug Eyrauds, der an den geborenen Verbrecher er-innert, ist seine ungemeine Leichtfertigkeit. Er entspringt mit ausser-ordentlicher Schnelligkeit von einem fröhlichen Gedanken auf einentraurigen über; die gleiche Zusammenhanglosigkeit kann man in