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unter den Händen des Mosaikarbeiters zu einem vollständigen unddeutlichen Gemälde.
6. Ein unbekannter Raubmörder. — Als der reichePächter S. . . . mit einer Summe von 2000 Lire vom Markte zurück-kehrte, wurde er von einem Unbekannten angeredet, der vorgab,sich als Tagelöhner verdingen zu wollen und ihn bat, ihn auf seinenWagen steigen zu lassen. Als ihm dies gestattet wurde, trennte ersich nicht mehr von ihm, obgleich der Pächter nicht denselben Weghatte; sie assen zusammen zu Mittag und gegen Abend sah man,wie der Unbekannte ihn auf einem Nebenwege begleitete, auf welchemder Unglückliche in der darauffolgenden Nacht als Leiche aufgefundenwurde, mit Zeichen der Erdrosselung, zerschmettertem Schädel undleerer Börse.
Vier Zeugen bezeichneten das Gesicht des Menschen als ver-dächtig und finster 1 ) und sagten, dass sie sich nicht wenig gewunderthätten, einen so anständigen Mann wie den Pächter mit einer solchenUnglücksfratze 1 ) gehen zu sehen; aber keiner kannte den Menschen.Nur ein kleines Mädchen erklärte, dass es einen gewissen Faziomüde am Boden liegen und unweit von dem unglücklichen Pächterschlafen gesehen habe.
Auch konnte man beobachten, dass sich der verdächtige Menschtags darauf und die folgenden Tage um keine Arbeit umsah, sondernmüssig ging und beträchtliche Summen (über 60 Lire), wie er solcheniemals besessen hatte, und über deren Provenienz er auch nichtsanzugeben wusste. verspielte. Ferner bemerkte man, dass er sichvor den Carbinieri fürchtete und ; sich verbarg, sobald sich solchein der Gegend blicken Hessen; auch hatte er sich den Tag nachdem Verbrechen den Bart abnehmen lassen.
Der Richter, der unter dem Eindruck der Zeugenaussagen(unter denen merkwürdigerweise auch einige von kleinen Knabenfigurierten) stand, die alle von der unheimlichen Physiognomie desmutmasslichen Thäters sprachen, die ihn 'übrigens selber frappierthatte, und der mit der Kriminalanthropologie nicht ganz unvertrautwar, wollte meine Ansicht einholen und sandte mir zu diesem Zweckedrei Photographien mit der Anfrage, ob ich daraus in wissenschaft-licher Weise den Typus feststellen und auf seine verbrecherischenNeigungen schliessen könne.
Aus den Photographien ersah ich, dass er Henkelohren, sehrgrosse Jochbeine und Kiefer mit Apophysis lemurinica, ferner Zwei-teilung des Stirnbeins, vorzeitige tiefe Falten aufwies und einen
J ) Ein neuer Beweis dafür, dass im Volke überall ein dunkles unklaresGefühl für den Verbrechertyims lebendig ist.