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teilt: instinktive und zufällige Verbrecher. Er untersucht, oh derpsychische Zustand, aus dem das Verbrechen hervorgeht, ein patho-logischer Geisteszustand der Verbrecher sei, und kommt zum Schluss,dass die moralische Zerrüttung eine Geistesanomalie des civilisiertenMenschen bedeute; während aber der Wahnsinnige durch eine,nicht von aussen kommende, durch seine Umgebung hervorgerufeneStimulantia, sondern durch eine ihm innewohnende Aufregung zumVerbrechen getrieben wird, wird beim geborenen Verbrecher dasVerbrechen durch dieselben Impulse hervorgerufen, die in gleicherWeise auch auf den normalen Menschen einwirken, die aber beim ge-borenen Verbrecher nicht auf den Widerstand dos moralischen Sinnesstossen. da dieser ihm fehlt. Sobald man übrigens einmal erkannt hat. dassdie Anomalien des Verbrechers von seinem psychophysischen Or-ganismus abhängen, so ist es für die socialen Forderungen ziemlichgleichgütig, ob eine solche Anomalie ziemlich krankhaft sei odernicht; es kommt einzig und allein darauf an. dass man wisse, obdie Anomalie persistierend, ob das Gebrechen unheilbar sei und inseiner für die Gesellschaft gefährlichen Form andauere, oder obman auf Besserung oder Ausmorzung der verbrecherischen Impulsehoffen könne.
Daher unterscheidet er zwischen instinktiven und zufälligenVerbrechern. Er zeigt, dass bei ersteren stets geAvisse physischeAnomalien vorhanden sind, und dass. wenn mit diesen ausge-sprochensten Charaktermerkmalen des Verbrechortypus und mit derErblichkeit noch die Natur des Verbrechens übereinstimmt, manfolglich einen solchen Verbrecher — wie jung oder alt er auchsei — als unverbesserlich ansehen müsse, weil jeder moralischeHalt von irgend welcher präventiver Stärke gänzlich fohle.
Auch der zufällige Verbrecher ist psychisch anormal, dochmanifestiert er sich als solcher — im Gegensatz zum geborenenVorbrecher — nur in einer gewisseil Umgebung oder unter gewissenUmständen, und er kann aufhören verbrecherische Handlungen zubegehen, sobald er von seiner Umgebung weniger Anreiz dazu er-hält, sodass die Elimination in diesem Falle nur darin zu bestehenbraucht, dass man den Verbrecher aus dieser speciellen Umgebungentfernt, an die er nicht anpassungsfähig ist.
Im ferneren Verlauf beleuchtet er die Theorie vom EinÜussder Erziehung auf die Instinkte. Hier bekämpft er die Ansichtender korrektionalistischen Schule, indem er beweist, wie nutzlos,unmöglich und von Grund aus 'falsch ihre Behauptung ist. wennsie glaubt, dass man aus einem Verbrecher in Wirklichkeit einenehrlichen Menschen machen könne. Denn dieser Behauptung wider-sprechen die verschiedenartigsten Gründe, deren Evidenz absolutunwiderleglich. Darum fruchtet also die Erziehung bei einem er-