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Neue Fortschritte in den Verbrecherstudien
Entstehung
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Betreffs dessen, was man die Quantität des beteiligten Gefühlsnennen könnte, bemerkt er. dass eine verbrecherische Handlunggegen das Wohlwollen nur an dem allgemeinsten Grad eines solchenaltruistischen Instinkts d. h. an dem Gefühl der Humanität gegenalle Geschöpfe seinesgleichen, das der Mehrzahl der Menscheneigen ist, gemessen werden kann. Sodann nimmt er dieselbe genaueund tieissige Analyse am Gerechtigkeitsgefühl vor und gelangt zuder Ansicht, dass dieses verbrecherisch verletzt werde, wenn dermittlere Evolutionsgrad dieses Gefühls durch Gewalt oder Betrug(Hinterlist) geschädigt werde. Dabei bemerkt er noch, dass dasYciwandtschaftsgefühl kein specielles Gefühl sei. sondern in das des"Wohlwollens und des Eigentums (Gerechtigkeit) eingeordnet werdenmüsse. Daraus definiert der Verfasse] - das natürliche Verbrechenals eine Verletzung jenes Teiles des moralischen Sinnes, der aufden fundamentalen altruistischen Gefühlen (Pietät und Rechtschaffen-heit) beruht und zwar nach dem mittleren Durchschnittsverhältnis-mass. in welchem er sich bei den höheren Menschenrassen findet;dieses Mass ist wegen der Anpassung des Individuums an diemenschliche Gesellschaft nötig. Es ist demnach ganz natürlich, dassder Begriff neuer Verbrechen sich bilden kann, sobald die Evolutiondieser fundamentalen Gefühle einen höheren Grad erreicht hat undneue Gefühle Fundamentalgefühle geworden sind.

Daher beweist er auch die Notwendigkeit der Todesstrafe fürdiejenigen Individuen, die keine Spur von moralischem Instinkt be-sitzen und beständig und in jeder Lage zum Verbrechen geneigt sind.

Die Strafsysteme der Rache und der Sühne, die mehr Ge-meinsames haben, als es scheinen könnte, sind barbarisch, nutzlosund ihrer Grundbasis wegen, auf der sie beruhen, undurchführbar;dagegen ist das Eliminationssystem vollständig passend; und hierwird nur deswegen auf die Todesstrafe gegriffen, weil sie das einzigeMittel ist. um in völliger und unwiderruflicher "Weise ein dermenschlichen Gesellschaft nicht angepasstes Individuum zu beseitigen,das seine verbrecherischen Impulse in keiner Weise durch denmoralischen Sinn zu zügeln vermag, und von dem man niemals mitBestimmtheit wird sagen können, dass er nicht über kurz oder langzu neuen Verbrechen schreiten werde. Auf diese "Weise beugt dieElimination zukünftigen Verbrechen vor. sei es. dass sie dem mora-lischen Sinn einen stärkeren Halt giebt und eine das vom Verbrechenerhoffte Vergnügen übertreffende Wirkung hervorruft, eine Wirkung,die sich ganz von selber aus der Natur der Sache ergiebt, sei esdass dadurch die Geburt von zu Verbrechen geneigten Personen. verhindert wird, da das Verbrechertum ohne Zweifel erblich ist.

Im zweiten Teile untersucht er die Ursachen des Verbrechens,wobei er die Delinquenten in die beiden folgenden Kategorien ein-