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Cook (The Prisons of the World, London) teilt folgende neue,von englischen Verbrechern herstammende Inschriften mit.
Auf den Metallschüsseln, in denen den Sträflingen die Suppegereicht wird, fand man folgende Inschrift:
„Millbank für geschwoll'ne Beine und zum Pumpenschwengeltreiben.„Broadnioor — jeder, der verrückt ist, mag an diesem Orte bleiben.„Brixton — hier giebts gute Mahlzeit, Cacao — zwar karg bemessen.„Dartmoor lässt die Redefreiheit, liefert aber schlechtes Essen.„Porthmouths ist ein schlimmer Posten, denn man muss erbärmlich schinden.„Ohatam — hier sind jeden Sonntag zwei Lot Speck im Topf zu finden.„Portland ist der schlimmste Posten, treibst du's toll mit Scherz und "Witzen.„Doch am schönsten ist's in Wooking, seine Strafe abzusitzen.
„Oautschy Quinn, 10 Jahro Zuchthaus."
In Portland fand er folgendes nette Gedichtchen:
„Ich kann nicht mehr spazieren gehn,Sitz hinter Schloss und Riegel fest,O Publikum, ich dank dir schön,Dass du mich hier verpflegen lässt,Obgleich ich's kaum verdiene —Weit weniger als mancher Mann,Der keine Arbeit finden kann,
Der nichts erwirbt
Und Hungers stirbt,Will bettelnd er nicht wandernVon einer Thür zur andern.
„Und denk ich an den Ehrenmann,Der rastlos durch die Strassen rennt,Wobei der böse Prost ihm dannDurch seines Rockes Löcher brennt,Da bin ich warm gekleidet — —Wie mancher hat nicht Dach und Fach!Ich sitz behaglich im Gemach,
In meiner Zell
So warm und hell,Bin ledig: aller Sorgen,Vor Reif und Frost geborgen.
„Schmalhans ist Koch in der Armen Haus,Der Hunger Gast wohl Tag für Tag. —Ich halte täglich dreimal Schmaus,Hab gute Kost, so viel ich mag,Durchaus hygienische Nahrung.Hoch Englands Volk, das für uns denkt!So lang es uns seine Liebe schenkt,
Uns treulich pflegt,
Verhätschelt, hegt,Wird es den guten SeelenAn Dieben niemals fehlen."
Diese Worte sprechen Bände gegen die Sentimentalisten, dieauf unseren Kongressen für Gefängniswesen herumlaufen.