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„schliessenden Verband auf der Stolle, an welcher er sich die Ein-treibungen gemacht, und lässt es ein paar Tage darauf. Daraus„entstehen Blutunterlaufungen. die manchmal ziemlich ernstlicheWunden veranlassen können."
Oder weiter:
...... Eines Tages wurde ein Verurteilter in das Central-
„lazarett des Gefängnisses gebracht, der am rechten Schenkel ein„grosses Blutgeschwür hatte. Er war ein Sträfling, der deportiert„werden sollte; dies suchte er dadurch zu vermeiden, dass er sich„ein ernstliches Übel beibrachte. Zu diesem Zwecke hatte er sich„mit einem Federmesser tartarum dentarium unter die Haut„inoculiert.' -
"Was für eine Sorte von Sensibilität ist dies wohl? Ist diesnicht ächte und gerechte Analgesie?
7. Mancinismus. — Die von Galton während der Welt-ausstellung von London 1881 an 400 jungen Handwerkern vorge-nommenen Untersuchungen ergaben, dass in 253 Fällen die rechteHand stärker war. 147 waren Linkshänder und 28 Ambidexter.
Von 18 Pharmaceuten hatten 12 die rechte Hand stärker. 3die linke, einer war Ambidexter.
Von 9 Schreinern waren 3 Linkshänder und 2 Ambidexter.
Von 87 Handlungsgehilfen waren 29 Linkshänder und 6 Am-bidexter; von 9 Ärzten waren 4 Linkshänder, von 7 Priestern 3.
Nach Claptorn und Clarck waren 6 °/ 0 der 500 VerbrecherLinkshänder. x )
Hamilton Wey fand unter 90 jugendlichen Dieben 15°/ 0Linkshänder und 2 °/ 0 Ambidexter. 2 J
De Mortillet 3 ) untersuchte 350neolithische Knochenfundeund stellt nach den tauglichen Exemplaren fest, dass wahrscheinlich
105 Rechtshänder,195 Linkshänder,.52 Ambidexterwaren; daraus schlicsst er, dass die Linkshänder in alten Zeitenin Frankreich doppolt so zahlreich waren als die Rechtshänder.Dieses Faktum wirft ein ganz besonderes Licht auf das häufige Er-scheinen der Linkshändigkoit bei den Verbrechern, da es den ata-vistischen Charakter dieser Erscheinung bestätigt.
8. Palimpseste. — Man hat uns vorgeworfen, dass wir unsmit der Psychologie des Verbrechers nicht eingehend genug be-
1) Report de l'asile de West Biding, Bd. VI.
2) Arch. di psich. Bd. XII, S. 576.
3) Bulletin de la societü d'anthropologie de Paris, S. 579. 1890.
LombroBO, Verbrecherstudien. 10