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Neue Fortschritte in den Verbrecherstudien
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diesem traurigen und lötlichen Zustand befreit, als einen von langem,schmerzlichem Kampf- Erschöpften.

Jede regelmässige. Thätigkeit war mir untersagt."

Damals begann er unter dem Pseudonym James Ventercok"seine Essais et critiques zu schreiben, die sich besonders mit denmodernen französischen und italienischen Künstlern befassen. Erkehrte viel Sentimentalität heraus. Und doch suchte er das Ge-meine und zeigte schmutzige Neigungen. Seine Geschmacksrichtungwar eine vorwiegend sinnliche. Seine Mittel reichten nicht aus, umseinen Hang zum Luxus und seine Vorliebe für Parfüms und Schmuck-sachen zu befriedigen. Er konnte nicht ohne Luxusgegenstände leben,ebenso, wie Marie Schneider das Dasein ohne Bonbons und Süssig-keiten unerträglich fand. Als seine litterarischen Arbeiten aufhörten,fälschte er eine Vollmacht im Namen eines seiner Genossen, wo-durch er sich eine Summe von 5000 Pfund Sterling anzueignen wusste,während er nur die jährlichen Interessen beanspruchen konnte.

Zu jener Zeit wurde dieses Verbrechen mit dem Tode bestraft.

Erst nach zwölf Jahren wurde die Sache entdeckt. Manschildert ihn als einen eleganten, geistreichen, geschickten, scharf-sinnigen und herzlosen Stutzer. Er heiratete ein armes Mädchenvon munterer und glanzliebender Gemütsart; ihre Mutter lebte mitihren beiden jüngeren Töchtern Es ging ihnen dürftig, jedoch einreicher Onkel, ein Mr. Griffiths bot ihnen Obdach und Unterhalt inseinem Hause an. Dieses Anerbieten wurde, bereitwillig angenommen,und ein Jahr später starb Mr. Griffiths nach kurzer Krankheit undhinterliess ihnen seine ganze Habe. Doch das Geld hielt nicht langevor. Die Schwiegermutter und ihre beiden Töchter machten ver-gebliche Anstrengungen, ihren Lebensunterhalt zu verdienen undmussten schliesslich im Hause Waimorigths Unterkunft suchen. Nachkurzer Zeit starb die Schwiegermutter, und bald folgte ihr eine derbeiden unverheirateten Töchter.

Die beiden Verstorbenen waren während ihrer Krankheit vonWaimoright gepflegt worden, der ihnen ein weisses Pulver einge-geben hatte. Beide waren unter denselben Symptomen wie derOnkel Griffiths verstorben. Nach dem Tode des Mädchens zeigtees sich, dass ihr Leben bei verschiedenen Versicherungsgesellschaftenzusammen für 18000 Pfd. Sterl. (360000 M.) versichert war. Siewar sehr hübsch und vollkommen gesund gewesen. Die Versiche-rungsgesellschaften weigerten sich, die Prämie auszuzahlen und ge-wannen den Prozess. "Waimoright, der sich nach dem Tode desMädchens von seiner Frau hatte scheiden lassen, verliess Englandund Hess sich in Boulogne sur Mer nieder, in Begleitung einesMenschen, der ein bescheidenes Vermögen besass und mit seinerTochter zusammen lebte. Diesen Mann wusste Waimoright zu be-

Lombroso, Verbreclierstudien. 8