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Beweise gegen seine früheren Genossen bei und stürzte sie so insVerderben. Von diesen Denunziationen hatte er keinerlei persön-lichen Vorteil, sondern that dies alles nur, weil er ein feiges Ver-gnügen daran empfand, andere leiden zu sehen. Schliesslich wurdendiese Denunziationen sein eigentliches Element und bald genügtenihm Sträflinge und Gefängniswärter nicht mehr. Er begann nunSchriftstücke zu verfassen, die den Vorgesetzten in die Hände ge-spielt wurden, schrieb anonyme Briefe an die höheren Beamten, iudenen er eine Menge Personen in den verschiedensten Städten undProvinzen des russischen Reiches als aller erdenklichen Verbrechenschuldig denunzierte. Er liess Strafen über Strafen auf die Ge-fängniswärter herabregnen, er denunzierte seine Mitgefangenen denBeamten, denunzierte diese Beamten selber wieder ihren Vor-gesetzten und verlangte alle Augenblicke den Polizeichef zu sprechen,um ihm ein ausserordentlich wichtiges Staatsgeheimnis anzuvertrauen.Wenn er von den Gefangenenwärtern irgend eine Vergünstigungerlangen konnte, so denunzierte er die betreffenden Wärter gleichdarauf eben wegen dieser ihm gewährten Vergünstigung.
5. Genie und geborener Verbrecher. — Havelock-Ellis gab uns in seinem Criminal man unlängst das Bild eines ge-borenen Verbrechers, der zugleich ein genialer Schriftsteller war,ein Fall, der aufs neue den engen Zusammenhang zwischen Genieund moralischem Wahnsinn darthut.
Thomas Waimorigth, der seiner Zeit als Verfasser der Easaiset critiques sehr bekannt war, hatte einen Grossvater, der ebenfallsSchriftsteller und eines Verbrechens verdächtig war. Seine beidenEltern waren jung gestorben Er wuchs in einer litterarischen undkünstlerischen Umgebung auf; aber er war eitel, unbeständig undfühlte sich stets am meisten zum Frivolen hingezogen. In seinerJugend trat er in die Armee ein und diente eine Zeit lang, dochnahm er bald seinen Abschied und ging nach London. Damalssagte er von sich:
..Meine heilige Kunst in ihrer Eeinheit und Erhabenheit spendetmir den Tau des Trostes; die dumpfen Nebel sind entwichen, undnun weint sie Freuden- und Dankesthränen über die Gedichte vonWordswourth."
„Aber diese lieblichen Betrachtungen — so schreibt er mehrereJahre vor dem Beginn seiner Verbrecherlaufbahn — wurden durcheine akute Nerven- und Muskelkrankheit und durch Hypochondriejäh unterbrochen!"
„Ich stand immer am Bande des Abgrundes, in dessen Tiefeder Wahnsinn wohnt, doch haben mich ein geschickter Arzt undeine unendlich liebevolle und unermüdliche Pflegerin endlich aus