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Thatsache wurde aus Lyon, Lille, Roanne berichtet, die alle Industrie-städte sind. Brouardel hat einige dieser jungen Leute auch nachihrem Austritt aus der Schule im Auge behalten. Meistens sind siehalbimpotent und wenn sie sich verheiraten, sind sie armselige Ehe-männer und haben niemals Kinder-
"Was ist aber aus ihrer Intelligenz geworden?
Meistens bleiben sie noch intelligent genug, um gerade nochso beim Baccalaureat mit durchzuschlüpfen. Aber es ist ihnen un-möglich, ihre Aufmerksamkeit lange auf einen Gegenstand zu richtenund bei etwas in die Tiefe zu gehen, da sie sehr oberflächlich sind.Wenn sie Maler werden, pflegen sie hauptsächlich das Kolorit undwidmen sich mehr dem dekorativen Fach; sind sie Dichter, soglänzen sie durch reichen Reim und glatte Form, und manchmalgehen sie — unter die Decadents. Gehören sie der Arbeiterklassean, so machen sie — wenn sie nicht, bevor sie erwachsen sind,dahinsterben — „Pariser Artikel "
4. Der geborene Spitzel. — Dmitri Drill hat uns inseinem klassischen Buche „Die jugendlichen Verbrecher", auf daswir andernorts noch zu sprechen kommen werden, eine sehr schöneBeschreibung eines geborenen Verbrechers geliefert, der mit einersehr hohen Intelligenz begabt war. Wir können den Typus als dendes geborenen Spitzels bezeichnen.
..Es giebt daselbst — schreibt er — einen Sträfling, namensKataeff, der eine wahre Plage für seine Mitgefangenen und nichtminder für das Gefängnispersonal ist."
„Er ist ein schlauer, ungemein verschlagener und lebhafter,zugleich aber im höchsten Grade liederlicher Mensch, der mit einemso unruhigen und thatenlustigen Charakter begabt ist, dass er auchnicht einen Tag leben kann, ohne irgend einen neuen Streich aus-zuführen oder auszuhecken. Bald suchte dieser Kataeff seinen Mit-gefangenen allerhand aufzuschwatzen oder hinter irgend ein Ver-gehen derselben zu kommen, bald fälschte er Siegel, bald denun-zierte er seine Genossen. Er wusste sich in das Vertrauen seinerMitgefangenen einzuschleichen, indem er ihnen allerhand Ratschlägeerteilte. Aus den Deserteuren (Entsprungenen) wusste er den wahrenNamen und ihre Vergehen herauszulocken und gab ihnen dannheuchlerisch Anweisung, wie sie die Gerichte hintergehen könnten.Einigen Sträflingen, die Kataeffs Ratschläge befolgt hatten, war eswirklich gelungen, dass sie freigesprochen wurden oder dass wenig-stens die Zuchthausstrafe in Deportation verwandelt wurde; anderewaren aus dem Zuchthaus entwischt und hatten sich unter falschenNamen in die Armee anwerben lassen. Dann aber, wenn Kataeffdie Vergehen jedes einzelnen kannte, verriet er sie, brachte die