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Neue Fortschritte in den Verbrecherstudien
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als

die

der

Darwinsches Ohr. Wie bekannt hat Darwin, durch eineBeobachtung des Bildhauers Woolner veranlasst. die Meinunggeäussert, dass beim Menschen eine mehr oder minder starkeHervorragung oder ,ein Knötchen auf dem hinteren Rande desHelix ein Residuum der Ohrenspitze der Säuger darstelle.

Meyer betrachtet die Darwinsche Spitze einfacheine Entwickelungshemmung des umgeschlagenen Helixrandes.

Dagegen pflichtet Schwalbe der Meinung bei. dassDarwinsche Spitze oder das Darwinsche Knötchen in der Thatäussersten Ohrenspitze der Säuger entspreche, und Gradenigounterscheidet, gestützt auf die Untersuchungen Schwalb es, dasAffen- oder Macacus-Ohr, Dariuinsches Spitzohr, bei dem derhintere obere Rand des Helix nicht umgestülpt ist, sondern in einemehr oder weniger nach hinten vorspringende Spitze ausläuft, voneinem anderen Typus, der lediglich durch eine am umgestülpten Randedes Helix merklich hervorragende Spitze oder ein ebensolchesKnötchen (Darwinsches Knötchen) charakterisiert wird.

Das Darwinsche Spitzohr ist als Anomalie von grosserWichtigkeit: gewöhnlich tritt es. wie wir sehen werden, zusammenmit einem dritten oder einem vierten crus des Anthelix auf, welchletzerem. nach Gradenigo, die Bedeutung der Longitudinalleistender Ohrtrichter gewisser Säuger zukäme; das Darwinsche Knötchendagegen ist weit weniger wichtig, da es sich von massigem Umfangsehr oft an der menschlichen Ohrmuschel findet.

Gradenigo führt für das Vorkommen dieser beiden Ano-malien folgende Prozentziffern an (die von Väli gefundenenZiffern sind in Klammern daneben gedruckt):

Mänr

"Weiber

Darwinsches Spitzohr(Macacus-Ohr) . .Darwinsches Knöt-

Nor-male

1,5 (0,6)2 (2,4)

Irre

2,4 (2,3)2 (4,1)

Ver-brecher

1,51,8

Nor-male

1,7 (0,4)1,3 (0,4)

Irre

1 (3,5)1,7 (3,6)

Ver-brecher

2,11,6

Bei den Kretinen ist das Macacus-Ohr ziemlich häufig;Gradenigo fand es 4 mal bei 17 Individuen.

Anthelix. Der Anthelix rangiert seiner morphologischenBedeutung gleich nach dem Helix.

Wie Schwalbe darthut, kann man den Anthelix der mensch-lichen Ohrmuschel als aus einer Verschmelzung folgender inmorphologischer Beziehung wohl unterschiedener Portionen hervor-gegangen betrachten.

a) Crista anthelicis anterior die dem crus inferius anthelicis