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den Verbrechern im umgekehrten Verhältnis zu der bei den Nor-malen; denn das Interparietale (1,67%) ist bei ihnen häufiger alsdas Präinterparietale (0,8%); das Frontoparietale (1.67%) ist beiihnen dreimal so häufig als bei den Normalen (0,49%) und denWahnsinnigen (0.58%). Von den unteren accessorischen Knochenzeigen sich die epipterischen weniger zahlreich als bei den Nor-malen, während sich die übrigen wormianischen Knochen öfter findenals bei Gesunden {Archivio di psichiatria, XIII, Heft I.)
5. Der schon genannte Dr. F. Marimö (Sülle ossa inter-parietali e preinte.rparietale nel cranio umano, Arch. per Vantrop.e l'etnol; Bd. XVIII. Heft II, 1888) bestimmte die morphologischeBedeutung dieser Knochen, indem er dem Interparietale einen re-gressiven Charakter zuschrieb, weil es sich bei einigen erwachsenenSäugetieren findet; beim Menschen entsteht es aus zwei, odermanchmal auch aus drei embryonalen Knochenkernen, die infolgeeiner Entwicklungshemmung nicht mit dem Occipitale verwachsen.Das Präinterparietale hält er dagegen für eine Anomalie des Über-masses, ohne Vorläufer in der embryonalen Entwicklung des Menschen-und des Säugetierschädels, und folglich als den gewöhnlichen wor-mianischen Knochen analog, und wäre ihm, wie diesen, der Charaktereiner relativen Superiorität zuzusprechen.
Bezüglich ihrer Frequenz verhalten sich die beiden Knochenumgekehrt; das Interparietale ist bei den normalen Europäern sehrselten (0,5%), häufiger bei den Irrsinnigen (2%); ziemlich seltenauch bei den anderen Rassen, mit Ausnahme der Peruaner (2.18%),(3.21%) und der Siamesen (19%). Das Präinterparietale dagegenzeigt sich seltener bei den Irrsinnigen (1,6%) als bei den normalenEuropäern (3,4%), und häufiger bei den übrigen Rassen: Peruanern(13%). Papuas (10%). Indianern (10%) und Siamesen (16 %) (Arch.di psichiatria, XIII.. Heft I.).
6. — Dr. Pascal Penta hat den Processus temporalis desStirnbeins (Archivio di psichiatria, XII., S. 519) an 752 Schädeln,wovon 240 von Wahnsinnigen aus der Provinz Neapel, 82 vonVerbrochern, 117 aus dem anatomischen Museum der Universität,258 aus dem anthropologischen Museum, 55 von Ägypto - Arabernstammten, ferner noch an 300 Schädeln von Säugetieren studiert.
Diese Anomalie zeigt sich an den Schädeln
der Wahnsinnigen im Verhältnis von 50 %o
,. Verbrecher „ „ „ 48.19 %o
aus dem anatomischen Museum „ „ .. 24.39%>
,, .. anthropologisch. Museum (Wilde) ., ,. .. 19.38%o
Calori hatte seiner Zeit die Anomalie bei den Italienern
nur mit 8%o und im Maximum mit 10%o vertreten gefunden; bei