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1. Das Grübchen ist konstant und muss daher als normaleBildung betrachtet werden: bei den niederen Säugetieren, als dasind: Monotremen, Beuteltiere, Zahnarme, Hufsäuger, Wassersäuger,Raubtiere, Nagetiere, Insektenfresser und Fledermäuse.
2. Wahrscheinlich immer konstant bei, den Primaten derUnterordnung der Hesperopithecinen oder Platyrrhinen und derUnterfamilie der Cercopithecinen in der Unterordnung der Eopi-theci oder Catarrhinen.
3. Konstant und nur in vereinzelten, sehr seltenen Fällenfehlend: Unterfamilie der Kynomorphen und der Semnopitheoinen.
4. Gewöhnlich vorhanden, aber doch in zahlreichen Fällenfehlend: Unterfamilie der Hylobaten.
5. In der Mehrzahl der Fälle fehlend, aber doch in zahlreichenFällen noch vorhanden: Gorilla, Schimpanse, Orang, niedereMenschenrassen, degenerierte Individuen der höheren Menschen-rassen (Wahnsinnige, Verbrecher, Idioten).
6. Beinahe immer fehlend und nur in seltenen Fällen als Ano-malie auftretend: hoher Menschentypus.
Es ergibt sich die Schlussfolgerung: wie sich im Encephalumder anthropoide Typus durch progressives Verschwinden der niederenmorphologischen Charakterzüge speciüziert, so leuchtet es auch ein,dass die Verminderung des Vermis des Kleingehirns und die damitzusammenhängende Umgestaltung der Innenfläche des Schädelsschon bei den grossen anthropomorphen Affen der genera Simiaund Troglodytes beginnen und sich in den Bässen oder Unterspeciesdes genus Homo von den niedrigeren beginnend und zu den höherenfortschreitend, allmählich immer deutlicher ausprägen muss. Undes lässt sich denn voraussehen, dass in einer fernen Zukunft dieWurm- oder Hinterhaupt-Grübchen immer seltener vorkommenwerden, und dass der Mensch schliesslich diese Bildung, die einÜberbleibsel aus alter Zeit, ein Abbild der Beschaffenheit seinerersten Vorfahren ist, ganz verlieren wird.
5. Schädel. — Dr. Belsanti (Studi su alcuni caratteriregressivi del cranio umano; Archivio per V antrojpologia e l'etno-logia, Florenz, Band XVI, Heft VII) studierte die pithecoi'denCharakterzüge des Menschenschädels an 220 Schädeln niedererMenschenrassen, als Papua, Fidschianer, Australier, Neger undAndamanesen, und an 52 Schädeln von anthropomorphen Affen.Er stellte folgende acht pitheco'iden Merkmale auf: Polyedrie,Knochenkämme, Schädelnähte, Processus frontalis des Schläfenbeins,Nasenbein, Nasendorn, die Form des Alveolarbogens und schliess-lich die relative Entwicklung der drei grossen Backenzähne.
Polyedrie. — Dieser Charakter, der von Mantegazza alsNorm für die niederen Bässen angesehen wird, besteht in einer