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Neue Fortschritte in den Verbrecherstudien
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Wurmbeule und die beiden paravermischen Gruben, auf die Albrochtaufmerksam gemacht. Bei einem der beiden Hylöbates concolor istauch die weitere Teilung des Grübchens in seine beiden Segmente,Bügelchen und Nebenbügeichen deutlich markiert, während dieseBildung beim anderen Individuum derselben Species fehlt.

e) Morselli hat die Behauptung Albrechts, dass sich dieHinterhauptgrube bei allen anderen Affen, Schmalnasen und Platt-nasen, fände, nicht bestätigen können. Sie fehlt in der That amSchädel der Hamadryas, Cynocephalus hamadryas, und bei einemder beiden Exemplare von Affen mit abessinischer Mähne, Colobusguereza.

Alle anderen Affenspecies zeigen dagegen das Grübchen.

Sehr ausgeprägt ist es ferner bei den Schwanzaffen, wie beimSemnopithecus cristatus und beim S. nasalis (Nasalis larvatus), diedoch in der hierarchischen Stufenleiter der Catarrhinen eine höhereStelle einnehmen als die Hundskopfaffen. Man beobachtet sie auchbei den Stummelaffen (Colobus), am Guereza oder Colobus guereza,wie bereits gesagt; bei den Meerkatzen am Ceropithecus albogidarisund am Cercocebus collaris: bei den Makaken am Inuus nemestrinusund am Macacus thibetamis; ferner bei anderen Affen der altenWelt. Was die Familie der Plathyrrhinen betrifft, so zeigt sie sichsehr schön und deutlich beim Stentor niger oder barbatus.

Bei einigen dieser Affen ist das Grübchen in zwei Segmentegeteilt, eines für die Uvula, das andere für die Pyramide und dentuber valvulae. Gewöhnlich ist es von länglicher, ellipsoidaler Formund wird von zwei merklichen paravermischen processus begleitet.Auf der Aussenseite zeigen die Besonderheiten der Knochenbildungstets die oben beschriebenen Formen.

Aus diesen Beobachtungen schliesst er, dass Albrecht unrechthat, wenn er behauptet, dass alle Affen mit Ausnahme der dreigrossen Anthropomorphen das Wurmgrübchen besitzen. Es zeigensich nicht nur beim Gorilla und beim Orang Fälle, wo das Wurm-grübchen vorkommt, sondern es giebt auch Gibbons und andereschmalnasige Affen, bei denen es eventuell fehlen kann.

Dennoch ist es sehr richtig, dass das mediane Hinterhaupt-grübchen als eine allein den niederen Säugetieren zukommende mor-phologische Eigentümlichkeit angesehen werden muss; bei den Pri-maten scheint es immer seltener und undeutlicher aufzutreten, jemehr wir zum anthropomorphen Typus aufsteigen, und bei diesemTypus angelangt, sehen wir es noch viel seltener erscheinen, biswir ihm nur noch als einer Anomalie begegnen.

Wenn man die verschiedenen Kategorien der Säugetiere ineine Keihe bringt, so erhält man, schliesst Morselli , folgende ab-steigende Skala bezüglich der Frequenz des Hinterhauptgrübchens.