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mehr oder weniger polyedrischen Gestalt des Hirnschädels; dieSchädel der Australier, Fidschiinsulaner, Papuas werden alle mehroder weniger polyedrisch befunden. Ausgesprochen polyedrischwerden 89,54= °/ 0 der 220 Schädel niederer Menschenrassen und100 % der anthropomorphen Affen befunden.
Knochenkämme. — Dieser Charakterzug, der als beinahe kon-stant bei den Schädeln niederer Menschenrassen und der Anthropo-morphen , besonders des Schimpanseweibchens, angesehen wird,fand sich bei 58 °/ 0 der niederen Menschenrassen und bei 63 °/ 0 derausgewachsenen Anthropomorphen angehörenden Schädel.
Schädelnähte. — Die höheren Rassen zeigen äusserst compli-cierte Schädelnähte, während die niederen Rassen mehr oder mindereinfache, manchmal geradezu linienförmige Nähte aufzuweisenhaben; letztere zeigten sich in der That bei 56,18 °' 0 von 210Schädeln niederer Rassen und bei 92,8 % von 38 Anthropomor-phenschädeln.
Processus frontalis des Schläfenbeins. — So nennt man jenenvon Virchow entdeckten Knochenfortsatz, der die Schuppe desSchläfenbeins mit der des Stirnbeins verbindet, und den Broca„umgekehrtes Pterion" (pterion invertito) nennt, wenn er vorhanden,und H- oder K-förmiges Pterion, wenn er nicht vorhandenist. Allen, Gruber, Calori und Mantegazza fanden dieseAnomalie (wenn man das Mittel aus ihren Resultaten zieht) durch-schnittlich bei 2,61 °/ 0 . Belsanti fand an den Schädeln den Pro-cessus frontalis des Schläfenbeins im Verhältnis von 16,82 °/ 0 unddas Pterion invertito zu 30,37 °/ 0 , bei Anthropomorphen - Schädelnbeobachtete er 46,5 % Pterion invertito; diese Bildung erwies sichbeim Schimpanse und beim Gorilla als konstant, beim Orang-Utangals äusserst selten.
Nasenbein. — Ist das Nasenbein flach (platt) oder klein, aufeinen einzigen embryonalen Knochen reduciert, ist einer seinerKnochen atrophisch u. s. w., so deutet dies auf einen regressivenCharakter, der sich selten bei den höheren Rassen findet, aber ziem-lich häufig bei den niederen Rassen, und fast immer bei den Anthro-pomorphen vorkommt. Als merkwürdigste von Mantegazza ver-zeichnete Anomalie des Nasenbeins erscheint das Vorhandenseinvon nur einem einzigen Knochen, eine Bildung, die Mantegazzaselber an zwei Papua- und einem Negerschädel und Giglioli anzwei weiteren Negerschädeln entdeckt haben. An einem Schädel,von Borboniano Hoven, fehlt das Nasenbein völlig, da es voll-ständig mit der aufsteigenden Apophyse des Oberkiefers verschmolzenund durch dieses ersetzt schien. Ferner zeigen die Knochen desNasenbeins bei den Affen eine grössere und geringere Tendenzschnell zu verwachsen; bei den Anthropomorphen erfolgt die