DEUTSCHE "WÖRTER FÜR KRIEG. 547
kampflich ane sprechen Reinmar von Zweter Ms. 2, 135 a .Schwabensp. c. 62, 80, 8. 241, 3. Rudolf von Ems sagt im Wilhelmvon Orlens 6649 kampfliche vehten muthig, geschickt, wie imZweikampf, und 9291 sie stritten kampflicher dar denne derEngellender schar. sich kempfliche wem Apollonius 4983.kampflich gewagte Rüstung zum Zweikampf, kampfwät Vorau.Handschr. Hs. 314. 5. kampfmüede Parz. 691. 707, 7. Lanzelet2206. Erzählung vom Schretel und Wasserbar 278. kampfwiseIwein 7127. 7262.
Die Volksdichtung betrachte ich wieder abgesondert. Inden Nibelungen, in der Klage und im Dietleib kommt kämpfkempfe und kempfen nicht vor, obgleich der einwic oft genugstattfindet. Gleicherweise nicht in dem alten, von Lassbergherausgegebenen Ecke, in Walt[h]er und Hildegunde, in derRabenschlacht, im Ortnit, in dem von Frommann (Haupts Zeit-schrift 4) bekannt gemachten Hugdieterich und Wolfdieterich,im Hildebrandslied, Sigenot und hörnernen Siegfried. Auchim Reinhart Fuchs begegnet man dem Wort nicht, wo doch(1097 ff.) Veranlassung war, es zu gebrauchen. Der Grund istleicht einzusehen. Den ritterlichen Zweikampf kannte das Volks-epos nicht und das Wort riter, für das der Sprachschatz 2, S. 477nur wenig Belege zeigt, wird in den älteren Gestaltungen derVolksdichtung schwerlich, wenigstens nicht in diesem Sinnevorgekommen sein. Der Held der einheimischen Sage konntenicht kempfe heissen, weil die edlere Bedeutung noch nicht indas Volk eingegangen war: Ecke spricht (Lassberg 92) ichvihte umb niemens golt, ich bin kein Miethling; es galt nochim Volk, was der Sachsenspiegel (I. 38, 1) sagt kempen undeir kinder sint rehtlös. Daher erscheint das Wort in Gudrunnur einmal (in einer Strophe, die Müllenhoff ausscheidet) undzwar in der alten Bedeutung eines gelernten Fechters. Watenämlich, der seine Abkunft heimlich hält, lässt sich zum Scheinvon einem Fechtmeister (schirmmeister) Unterricht geben, undda heisst es von ihm 1442 (360, 4) er stuont in der huote(deckte sich), sam er ein kempfe wasre. Nur in dem später ab-gefassten Gedicht von Dieterichs Flucht finde ich kämpf, indem Sinn der ritterlichen Gedichte, aber auch nur einmal:
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