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3 (1883)
Seite
483
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ALTDEUTSCHE GESPRÄCHE. 483

Handschrift standen, vielleicht ursprünglich zu dem Wörter-buch gehörten, einiges abzuschreiben.

Diese Gespräche bewegen sich in Ereignissen des täglichenLebens. Ein Fremdling tritt zur Abendzeit in ein Haus, woer für die Nacht wünscht aufgenommen zu werden, um amnächsten Morgen seine Reise fortzusetzen. Er spricht den üb-lichen Gruss, und der Hausdiener (oder wer es sonst ist, nurnicht der Herr des Hauses selbst, das ergibt sich aus Zeile 28),der ihn als Seinesgleichen betrachtet, fragt wo er das letzteNachtlager gehabt habe (nathselede Dietleib 5554. Waltherund Hildegund I. 6, 1. Heinrichs von Türlein Krone Wien.Hs. 54 c . also tribet er daz jär hin ze fremden nahtseiden War-nung 920), um zu wissen, wo er herkomme. Der Fremde ant-wortet »in dem Haus des Grafen«, also bei einem angesehenenMann. Damit ist der Fragende zufrieden gestellt. Jetzt (Z. 17)wird vorausgesetzt, ein Geistlicher sei angelangt, der Fragende,der ihn an seiner Kleidung erkennt, redet ihn gleich bruoder 426an und ihrzt ihn ehrerbietig, was schon im neunten Jahrhun- 14dert in Deutschland anneng gebräuchlich zu werden (Grammatik4, S. 31). Er erkundigt sich, woher er komme, und der Geistlicheantwortet aus seiner Kirche oder aus dem Haus seines Herrn(senior ist wie das altfranzösische senhor zu verstehen), je nachden Umständen. Ein dritter Fremdling, kein gemeiner Mann,denn auch er erhält ihr bei der Anrede, wird befragt, aus wel-chem Land er komme. Er antwortet »aus Frankreich«, undauf die weitere Frage, was er da gethan habe, erwidert er, erhabe zu Mittag gegessen. Man darf daraus schliessen, dassder Schauplatz in der Nähe von Frankreich gedacht ward, daman von Mittag bis zum Abend wieder herüber gelangen konnte.Durch die folgenden Fragen (Z. 2429) soll, glaube ich, derFremde weiter atisgeforscht werden, ob er (am Morgen vorder Reise nach Frankreich) in der Messe gewesen sei und ober seinen, des Fragenden, Herrn darin gesehen habe. Jenesbejaht er und fügt hinzu »ich habe dich nicht gesehen«, diesesverneint er. Z. 28 ist das ohnehin schwierige guesästi in denPlur. zu ändern, da der Diener spricht.

Mit Zeile 30 beginnt eine neue Unterredung zwischen

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