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3 (1883)
Seite
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ATHIS UND PROPIIILIAS. 261

ehrenvoll empfangen. Theseus ersucht den Athis, seinen Sohnzum Krieger auszubilden und ihm bei seinen UnternehmungenBeistand zu leisten. Als aber Theseus und Pyrithous die Frauenerblicken, werden beide, Vater und Sohn, von heftiger Liebezu der schönen Gayete ergriffen; vergeblich bemüht sich diejunge Frau des Theseus, sie zu zerstreuen. Endlich besinntsich Theseus und sieht ein, dass er bei seinem Alter Unrechthabe, einer solchen Leidenschaft nachzuhängen. Der Sohnüberlegt, wie er durch eine glänzende That die Aufmerksamkeitder geliebten Frau auf sich ziehen könne.

12. In dieser Stimmung vernimmt Pyrithous, dass Thela-mon, Herzog von Corinth, einen tapferen Sohn habe, Ajaus ge-nannt als Nachkomme des berühmten Ajax. Pyrithous benutztein Fest, das Thelamon gibt, um den Ajaus zum Kampf zufordern: er droht dabei ihm sein Erbe in Asche zu verwandeln.Eigenmächtig sendet er darauf einen Boten mit der Kriegs-erklärung ab. Thelamon versammelt sein Volk und bereitetsich, Athen zu überfallen. Pyrithous, der nicht weiss, wie er 387seinen Vater von seiner Unbesonnenheit in Kenntnis setzen soll, 43fasst den Entschluss, alle Ritter in seines Vaters Land zu denWaffen zu rufen; zugleich ersucht er die beiden Freunde, Athisund Prophilias, mit ihm sich zu vereinigen. Dann bricht erauf; sein Heer ist siebentausend Mann stark, sein Gegner hatdreitausend mehr. Die Schlacht beginnt. Pyrithous legt einenTheil seines Volks in einen Hinterhalt und zieht sich zurück:sobald aber der Feind an eine Furt gelangt ist, bricht die ver-borgene Schar hervor und fällt ihm in den Rücken, währendPyrithous ihn von vornen angreift. Prophilias und Athis tragenden Preis der Tapferkeit davon. Der Kampf dauert anderthalbTage: das Heer des Thelamon denkt schon daran, sich zu er-geben, als Theseus mit zwanzigtausend Mann anlangt: er hattevon dem unbesonnenen Streich seines Sohnes gehört und warihm zu Hilfe geeilt. Da auch die Gegner Verstärkung erhaltenhaben, so beginnt der Kampf von neuem. Pyrithous wird ver-wundet: Theseus fürchtet für sein Leben, aber der Sohn heisstihn ruhig sein, nahe seine Stunde heran, so werde nichts denTod abwenden. Theseus macht ihm Vorwürfe, dass er den