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3 (1883)
Seite
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94 ZUR L1TTERATUR DER RUNEN.

Über Reda ist schon vorher etwas bemerkt worden, redakönnte für das gothische räida stehen, wie hernach e in libedavorkommt.

K heisst im Nordischen kön (ulcus), die Angelsachsenmachten cen daraus, und in dem Runengedicht wird dies cendurch kirn erklärt; die gl. keron. hat 126: faxa (fax) fahcklaedo ken, und die gl. Paris. (Diutiskal S. 225): fax: facla dien.Hier ist chozma befremdend und unverständlich.

Haal für hagal lässt sich erkennen.

Noicz für not scheint irgend einen Fehler vorauszusetzen.

Fiz ist mit dem nordischen, angelsächsischen und althoch-deutschen is zu vergleichen, und10 Aza mit dem angelsächsischen äse, dem nordischen är liegt

es ganz fern.

Sugil wie in dem markomannischen Runenalphabet, welcheshierin von dem nordischen sol und dem angelsächsischen sigelsich unterscheidet.

Tyz, der Abschreiber scheint das angelsächsisch-lateinische rauch für z gehalten zu haben und hätte auf diese Art tir entstellt.

Bercna, ags. beorc (betula).

Laaz, ags. lagu oder lag: abermals g für z angesehen?

Manna, ags. man, wie bei Bercna ein -na angehängt, abermanna (homo) ist zugleich eine gothisch richtige Form.

Bei V ist Uuinne unverständlich, im Angelsächsischenwen, spes.

Hiermit schliessen die Namen der alten Runen, wir müssennoch die übrigen vergleichen.

Genua, diesmal der althochdeutschen Form geba näher, alsder gothischen giba oder der angelsächsischen gibu.

Eyz unverständlich, aber auch das entsprechende ags. eohist dunkel.

Gaar, von dem gothischen jär, nur das g verschieden,dessen Verwechslung mit j sich leicht erklärt, mehr ab liegt dasags. ger.

Pertra und Quertra verläugnen nicht den Zusammenhangmit dem ags. peord und eweorn, sind mir aber sonst unver-ständlich.