DIE ALTNORDISCHE LITTERATUR. 67
deren Namen in der Ferne nicht bekannt geworden, haben 42wohlthätig gewirkt. So hat ein Ungenannter 1000 Thaler zudem zweiten Bande der Eddalieder beigetragen. Der GeheimeConferenzrath Johann von Bülow zu Sanderumgard (der auchdie Herausgabe der angelsächsischen Grammatik und des KnudHennebergischen Werkes unterstützte) hat für die beste Ab-handlung über den Zusammenhang der Religion der alten Nord-bewohner und der indisch-persischen Nationen einen Preis aus-gesetzt 1 ). Hier sind auch die schon oben genannten NorwegerJ. Aall und C. Ancher zu rühmen, die zu ähnlichen Unter-stützungen ihren Reichthum würdig angewendet. — Musterhaftist die Errichtung der Commission für Bewahrung derAlterthümer. Eine Gesellschaft, die sich freiwillig vereinigt,hat einen sicheren Erfolg, wenn sie sich noch der Forthilfeder Regierung erfreut; sehr glücklich sind die Landesbehördendamit in Verbindung gesetzt und diejenigen zur Mitarbeitangeregt, deren Amt und Beruf schon dazu einladet. Aufdiesem Wege allein kann etwas Durchgreifendes geschehen,Neues entdeckt, das Bekannte erhalten und eine Übersicht desVorhandenen gewonnen werden.
Wenn bisher immer nur von Dänemark die Rede gewesen,so ist dies aus keinem anderen Grunde geschehen, als weil inSchweden solch ein lebendiger Mittelpunkt für die Alterthums-wissenschaft sich nicht zeigt. Was dort geschieht, erscheintnoch als etwas Vereinzeltes, wovon man sich eine rechte Wirkungnicht versprechen darf. Vielleicht kennen wir auch nur einenTheil der dortigen Arbeiten, da die litterarische Verbindungmit diesem Reiche (woran auch der dortige schlecht eingerich-tete Buchhandel Schuld haben mag) erschwert ist, während mitDänemark eine regelmässige stattfindet 2 ). Sollte es sich wirklich
') Öffentlichen Nachrichten zufolge (Hall. Litt. Zeitg. 1819, No. 69) hatdie königl. Gesellschaft der Wissenschaft die Arbeit des Professors Finn Mag-nussen gekrönt, als ausgezeichnet durch Scharfsinn, Gründlichkeit und neueIdeen. — Hoffentlich wird sie bald im Druck erscheinen, so wie eine in derVorrede zur Edda (II, p. XXIII) versprochene Abhandlung über ein gothischesLied, das sich in dem Buch des Constantin Porphyrogenneta de C'erimoniisaulae byzant. erhalten.
-) Bei allem dem würde der Zugang zu der dunischen Litteratur immer
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