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3 (1883)
Seite
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8 DIE ALTNORDISCHE LITTERATUR.

Haupttheil enthält die Denkmäler des Heidenthums, abgetheiltnach der ganz ungewissen (Fortid) und gewissen (Oldtid) Vor-zeit, der zweite die Runensteine, der dritte begreift das Mittel-alter, welches mit dem 11. Jahrhundert beginnt und mit dem

16. schliesst. Ein Anhang dazu ist li. Nyerups und S. Abil-gaards Antiquarische Reise in das Aarhus-Stift in den Jahren1771 und 1807, welche Kopenhagen 1808 herauskam, mitKupfern von Denkmälern, die jedoch sämmtlich in das Mittel-alter gehören.

Um diese Zeit gab der gelehrte Bischof, Fr. Munter, eineBeschreibung der Lethraburg, wie sie im Anfange des19. Jahrhunderts sich noch zeigt, heraus (Lejre i Sielland,Kiöbh. 1806, 8°). Er hat die Stätte selbst betrachtet und unter-sucht. Traurig ist es, wie die merkwürdigsten Alterthümerallmählich ihrem Untergange entgegengehen, noch nicht durchdie Zeit, der nichts widersteht, sondern durch die leichtsinnigeGeringschätzung der Menschen, die nur das- nächste Bedürfnisin den Augen haben. Wie vieles sah noch in der Mitte des

17. Jahrhunderts Olaus Worm, wovon in seinen monumentisdanicis eine Abbildung, freilich nur in Holzschnitt, erhalten ist.Hunderte von Grabhügeln umgeben diesen uralten Königssitz,der seit achtzehn Jahrhunderten in Dänemarks Geschichte ge-

6 nannt wird; hier ruht vielleicht die Asche der Skioldungen undihrer Kämpfer. Aussen vor Lejre streckt sich eine grosse Sand-bank, Hestehöi (Pferdehügel), wo nach der Sage Dan MikillatisGrabhügel sich befindet. Er hatte ihn selbst aufwerfen lassen,und war der Erste, dessen Leiche unverbrannt begraben wurde.Den Hügel Harald Hildetands sah Worm noch vollständig, um-geben mit seinen Steinen, über dem Grabe selbst einen grossenviereckigen Stein, sowie man die Abbildung in den monumentisdanicis findet. Gebhardi sah 1758, was von den Steinen, nochnicht zu Treppen weggenommen, stehen geblieben war; dieTitelvignette gibt seine Abbildung der nördlichen Seite. Muntersah im Jahre 1780 das Grab noch in ziemlichem Zustande,,aber jetzt ist die Steinkiste abgebrochen und nichts mehr übrigals der Hügel und die Vertiefung, worin das Grab zuvor sichbefand. Zu den eigenthümlichen Ideen des Verfassers gehört,