DIE ALTNORDISCHE LITTERATUR. 7
den Celtiberern haben, und bei der Rohheit der Arbeit nurVermuthungeu enthalten, auch nicht darauf hinausgehen, einenallgemeinen Plan und Zusammenhang darin zu entdecken. Doch 5ist alles mit Umsicht, Fleiss und Gelehrsamkeit behandelt.
Im Jahre 1804 erschien der zweite Theil von RasmusNyerups historisch-statistischer Schilderung des Zu-standes in Dänemark und Norwegen in älteren undneueren Zeiten. 1 ) Die erste Hauptabtheilung beschäftigtsich mit der Litteratur im Mittelalter. Sie enthält eine Über-sicht derselben in ihrer blühendsten Zeit und eine kritische Auf-zählung der gedruckten Sagen, ferner: eine Abhandlung überdas alte Recht und unter verschiedenen anderen Bemerkungenauch S. 159—164 Beiträge zur Geschichte des Studiums deraltnordischen Litteratur; Arngrim Johnsen war der Erste, welcheruach der Reformation anfieng, auf Island, wo die Wissenschaftenein Paar Jahrhunderte wie ausgestorben schienen, alte Hand-schriften zu sammeln. Nyerup besitzt eine ausgebreitete Be-lesenheit und unermüdliche Thätigkeit und hat durch seine viel-fachen Arbeiten auch die altnordische Litteratur nicht weniggefördert. Ein anderes schätzbares Werk von ihm und Rah-beck: Beitrag zur Geschichte der dänischen Dichtkunst,welches in den Jahren 1800 —1805 erschien, gehört eigentlichnicht hierher, da mit Peter Laale in dem 15. Jahrhundert derAnfang musste gemacht werden, indessen fehlt doch nicht, dassin mancher Beziehung es nach jener Seite Licht verbreitet, auchist ein Programm vorangegangen (75 S. 8°), welches eine Über-sicht der ältesten nordischen Poesie und ihrer Litte-ratur enthält, Kopenhagen 1798, worin zugleich ein Verzeich-nis der berühmtesten Skalden vorkommt.
Völlig dagegen gehört hierher der vierte Band jener histo-risch-statistischen Schilderung Dänemarks, welcher zugleich alsein besonderes Werk: Übersicht der vaterländischenDenkmäler aus der Vorzeit, wie sie in einem Nationalmuseumkönnten aufgestellt werden, im Jahre 1806 erschien. Der erste
J ) "Wir geben gleich eine deutsche Übersetzung des dänischen Titels undtheilen diesen auch in Zukunft nur in besonderen Fällen daneben mit. Esist hier in der Regel von dänisch geschriebenen Werken die Rede.