153Vierzehnter Abschnitt.Erbauung ihrer Stadt die ganze Nordküste von Af-rika von Cyrene bis zu den Säulen des Herkules,und gründeten frühzeitig Niederlassungen auf Corsika,den Balearischen Inseln und in Spanien, damals be-rühmt durch seine Goldbergwerke; die Insel Sardi-nien war ihnen unterworfen, und selbst in Sizilienhatten sie Kolonien, anfänglich vielleicht nur für denHandel bestimmt, aber bald genug zu Stüzpunktenihrer kriegerischen Absichten umgeschaffen. Mit die-sem Volke schloß Xerxes ein Bündniß, nach welchemdie Griechen in Italien und Sizilien zu gleicher Zeitvon Carthago mit unwiderstehlicher Macht angegriffen,und dadurch verhindert werden sollten, ihrem Mut-terlande Beistand zu leisten, welches, wie wir erzählthaben, von den Millionen Menschen, die dem großenKönig dienten, zu Wasser und zu Land angefallenward. Eine solche Verbindung kann uns den Be-weis geben, daß Xerxes, oder wer immer die Seeledes Unternehmens gegen Griechenland war, die Kräftedieses Landes und seiner Kolonien genau kannte, unddie Mittel wohl berechnet hatte, die zu Erreichungseines Zwekes dienlich waren. Dieses Bündniß mußteden Karthagern sehr erwünscht seyn; die häufigenKriege, die sie mit den Bewohnern von Großgriechen-land geführt hatten, die Eifersucht über diese Neben-buhler ihres Handels, und die fast allen Staaten, dieder Minderjährigkeit entwachsen sind, eigene Herrsch-sucht, waren hinreichende Gründe, den Antrag desgroßen Königs anzunehmen. Sie verwendeten dreiJahre zur Ausrüstung von zweitausend Kriegsschiffenund dreitausend Lastschiffen, um ein Heer von dreimal-hunderttausend Mann nach Großgriechenland zu füh-ren. Dieses furchtbare Heer landete ohne Widerstandzu Panormus (dem heutigen Palermo), denn die Be-wohner von Sizilien, obschon nicht ohne Seemacht,konnten nicht hoffen, die Karthager, die als die ge-üble=
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