Geschichte der Griechen,der Bildung erhob, welche Männer, und welche zu-fällige, oder absichtlich gewählte Mittel hiezu wirkten, wiehierauf durch inneren Zwist ein Volk, das früher durchEinigkeit den furchtbarsten Kampf mit der größten Monar-chie der damaligen Zeit siegreich bestanden hatte, unterfremde Herrschaft sank, das ist der Gegenstand der hiervorzutragenden Geſchichte.Die Provinzen, aus denen nach Strabo das eigent-liche Griechenland bestand, waren folgende: 1) Thessalien,2) Acarnanien, 3) Aetolien, 4) Doris, 5) Locris, 6) Pho-cis, 7) Boeotien, 8) Attica, 9) Argolis, 10) Laconien,11) Messene, 12) Elis, 13) Achaja, 14) Arcadien; diesechs letzten lagen in dem Peloponnes, einer Halbinsel, diedurch die Erdenge (Istmus) von Korinth mit dem festenLande verbunden ist. Die zahlreichen Inseln des jonischenund ägäischen Meeres wurden größtentheils durch griechischeKolonien bevölkert, und angebaut, nachdem die wenigenwilden Stämme vertrieben, vertilgt, oder mit den neuenAnkömmlingen verschmolzen waren. Im Norden war Grie-chenland durch die Königreiche Macedonien und Epirusbegränzt. Die Bewohner dieser beyden Reiche wurden vonden Griechen mit dem Namen Barbaren, (Fremdlinge) be-legt, ein Name, den dieses Volk im Gefühl seiner Ueberle-genheit an Bildung ſehr freygebig allen Voͤlkern ſpendete,die nicht griechischen Ursprungs waren.Die ältesten Bewohner dieses Landes lebten in einemZustande der Wildheit; durch Menschenopfer glaubten sieden Unwillen ihrer Götter zu versöhnen; Höhlen warenihre Wohnungen, Fischfang und Jagd ihre Beschäftigung,die erlegten Thiere und die wilden Früchte ihre Nahrung,Felle ihre Kleidung; viele kleine Jäger- und Hirtenstäm-me waren über das Land sparsam verbreitet. Die Pelasgerund Hellenen waren die mächtigsten unter diesen Stämmen;mehr als achtzehnhundert Jahre vor der christlichen Zeitrech-nung1
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