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Sammlung der gesetzlichen Bestimmungen und Vorschriften des Elementar-Schulwesens im Bezirk der königl. Regierung Düsseldorf, nebst e. histor. Einl. in die Verwaltung des öffentl. Unterrichts aus den Zeiten des Churfürsten Carl Theodor bis auf das Todesjahr König Friedrich Wilhelm III., 1794 - 1840
Entstehung
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34wagten; daher die jämmerliche Beschränkung des Bildungs-Kreises der Secondair=Schulen und Lyceen, weil es ihm nichtdarauf ankam, gute und aufgeklärte Bürger zu bilden, sondernnur darauf, den ersten Kriegs=Stoff oder das Kanonenfleisch,wie er im frevelhaften Hohn die Französische Jugend zu nennenpflegte, hin und wieder in brauchbarere Instrumente militairi-scher Zwecke zu verwandeln; daher die absichtliche Zerreissungdes geistigen Ganzen der Wissenschaft in isolirte Brod=Studien;daher die willkürliche Bedrückung alles einländischen und dieAbschneidung alles ausländischen literarischen Verkehrs; daherendlich die auch dem Geistigen aufgebürdete monstrose Fiska-lität, welche das geistige Bildungs=Geschäft des Jugend=Lehrers,eben wie die Arbeit der Schneider=Nadel und des Schuster-Pfriems, dem Patente unterwarf, und die Benutzung der Schrift-steller des Alterthums für ein Kaiserliches Regal erklärte! !Auch in den, jetzt meiner Verwaltung anvertrauten, Provin-zen, hat die Volks= und Jugend=Bildung mehr oder wenigerunter dem tödtenden Hauche jenes verruchten Systems gelitten.Durchdrungen von den liberalen Grundsätzen, nach welchendiese wichtige Angelegenheit von allen Deutschen Regierungengeleitet wird, und überzeugt, daß, welchem Deutschen Fürstendas Loos, diese Länder zu beherrschen, zufallen möge, nichtsverloren seyn werde, was in dieser Hinsicht, während desjetzigen Zwischen=Zustandes, in liberalem Geiste verbessernd etwageschehen seyn könnte, habe ich es für meine Pflicht gehalten,meine ganz vorzügliche Aufmerksamkeit auf diesen wesentlichenPunkt zu wenden. Ich bin daher damit beschäftigt, das ganzeSchul⸗ und Erziehungswesen im General⸗Gouvernement desNieder⸗ und Mittel⸗Rheins einer genauen, durch ſachkundigeMänner geleiteten Revision zu unterwerfen, und ich hoffe, balddie ersten Resultate dieser Arbeit, in zweckmäßigen Organisa-tions=Bestimmungen, zur Kenntniß des Publikums bringen zukönnen.Wie ich indessen bei diesem Vorhaben allein durch Berück-sichtigung des ächten, geistigen National=Wohls geleitet werde,so wünsche ich auch in selbigem durch die Mitwirkung aller,für diese große Rücksicht empfänglichen, edlen, aufgeklärten undsachkundigen Männer dieses Volks mich unterstutzt zu sehen.Jeden Schulmann, jeden Gelehrten, jeden Menschenfreund,welchem diese heiligste Angelegenheit der Menschheit am Herzenliegt, fordere ich daher hiermit auf, mir seine dahin gehörigenIdeen und Vorschläge mitzutheilen. Je mehr selbige durch ge-naue Kenntniß der Thatsachen und der Localitäten begründetseyn werden, desto willkommner sollen sie mir seyn. Jede Idee,jeden Wink, jeden Vorschlag, von deren Zweckmäßigkeit ich michüberzeugen kann, werde ich dankbar benutzen, und hoffe, aufdiese Weise nicht nur leichter und sicherer zum Ziele zu gelan-