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Sammlung der gesetzlichen Bestimmungen und Vorschriften des Elementar-Schulwesens im Bezirk der königl. Regierung Düsseldorf, nebst e. histor. Einl. in die Verwaltung des öffentl. Unterrichts aus den Zeiten des Churfürsten Carl Theodor bis auf das Todesjahr König Friedrich Wilhelm III., 1794 - 1840
Entstehung
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30selben Zweck dient die Grammatik der Mutter-sprache, so weit sie in Volksschulen getrieben werdenkann. Ueberhaupt darf nicht übersehen werden, daßVernachlässigung und daher sehr häufig Dunkelheitin Form und Ausdruck zu den Erbsünden der Deut-ſchen gehoͤren.Fertigkeiten, die nothwendig erworben werdenmüssen, sind Lesen und Schreiben. Auch sind sievorzügliche Mittel in Volksschulen, doch auch etwasauf den Sinn der Kinder für das Schöne zu wirken.In den Schulen, die sich über den untersten Stand-punkt erheben, sollte billig auch Zeichnen gelehrtwerden, doch nicht auf die gewöhnliche Weise, durchkleinlichzierliches Nachbilden, sondern als freie Uebungdes Augenmaßes und der kindlichen Erfindungskraft.f) Eine der schönsten Uebungen für die Jugend, die hier-her gehört, ist endlich das Singen, welchem meistensnur noch die ganz richtige Unterrichtsweise fehlt, umnoch eingreifender zu wirken.4) Eine Hauptsorge muß aber auch die seyn, daß dasaufwachsende Geschlecht am Leibe gesund und kraftvoll werde,damit das Können und Wollen ein brauchbares Werkzeugfinde. Hierzu würde sehr dienlich seyn, wenn die Wiederbe-lebung der Gymnastik schon so weit gediehen wäre, daß siesich auf die Volks=Erziehung ausdehnen ließe. Da dieses aberim ganzen Umfang auf der Stelle nicht geschehen kann, somuß doch wenigstens soviel möglich dahin gewirkt, und das,was überall thunlich und nöthig ist, nicht versäumt werden.Dahin gehören:a) Reinlichkeit und frische Luft in den Schulstuben.b) Nicht zu viel Schulstunden zum Sitzen, besonders fürdie kleineren Kinder.Vor Allem ein Spielplatz bei der Schule, auf welchemsich die Kinder zur Unterbrechung Viertelstundenweise,und an bestimmten Tagen länger, herumtummeln.d) Nicht Beschränkung, sondern möglichste Beförderungder kindlichen Spiele, die an einem Orte hergebrachtſind, und die meiſtens mit den Jahrszeiten regelmäßigwechseln. Je ausgedehnter, allgemeiner, anstrengender,desto besser.Wenn dabei hin und wieder ein reger, lebensrüstiger Lehrerauf dem Spielplatze einige einfache Veranstaltungen zu gymna-stischen Uebungen machen will, so muß er dazu auf alle Weiseaufgemuntert werden, und der Schulpfleger wird durch seineTheilnahme an der Sache Vieles beitragen können, um die et-waigen Vorurtheile dagegen zu beseitigen. Dergleichen einzelneAnfänge können zündende Funken für das ganze Land werden,