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Geschichte und Litteratur der Stenographie
Entstehung
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1 5<D Die Stenographie im 19. Jahrhundert.

Anton Bezensek als slovenischer Stenograph ausgebildet und veröffentlichte1876 in dem Journal »Iugo-slawischer Stenograph« eine slovenische Steno-graphie, welche vollständig mit dem Prager Tßsnopis übereinstimmte.

Im selben Jahre veröffentlichte Bezensek eine kroatische Steno-graphie, welche sich von der Magdic'schen durch noch engeren Anschlussan den Tesnopis unterschied, während Magdic nur einiges aus diesem ent-nommen hatte. Letzterer wurde 1879 Lehrer der Stenographie an der Universitätzu Agram. Hier entstand 1882 ein Stenographenverein unter Magdic's Leitung.

In Bulgarien wurde die Stenographie 1879 eingeführt, indem Bezensekals Stenograph nach Sofia berufen wurde, wo er mit dem Prager StenographenGeorg Broschek, der der bulgarischen Sprache vollkommen mächtig war, dieVerhandlungen derSobranje aufnahm und Schüler ausbildete. 1 883/4 wurde erals Professor der Stenographie am Gymnasium zu Plovdio angestellt. Zugleichwirkten für die Verbreitung der bulgarischen Stenographie A. Sandaroff,welcher 1882 Privatcurse abhielt, Ch. B. Konstantinoff, seit 1887 Lehrerder Stenographie am Gymnasium zu Sophia, und D. Joveff im Stenographen-verein zu Sophia, dessen Ehrenprotector der Fürst von Bulgarien ist. InOstrumelien wurden die Protokolle der Sobranje anfangs mit gewöhnlicherSchrift aufgenommen, 1882 wurde Sandaroff aus Sophia als Stenographberufen. Nach der Vereinigung der beiden Länder wurde 1885 in Sophiaein ständiges ofncielles Stenographenbureau errichtet, welches unter Bezensek'sLeitung stand, aber 1888 in Folge eines Strikes aufgelöst wurde, woraufSandaroff dasselbe unter neuen Statuten reorganisierte.

In Serbien suchte 1866 der Realschuldirector Milowuk der Stolze'schenStenographie Eingang zu verschaffen. Seine Bemühungen, sowie die desAdvokaten Djordjevicz, welcher mit seiner Stenographie die Verhandlungen derSkupschtina aufzuzeichnen versuchte, und des Gymnasialprofessors Djaja warenerfolglos. 1871 wurde Ivan Milanovich von der Regierung nach Prag ge-sendet, um die dortige slavische Stenographie kennen zu lernen und auf dieserbische Sprache anzuwenden. Auch sein Zögling Anlonovich ging 1874 nachPrag, um sich dort in der Stenographie zu vervollkommnen und die Ein-richtung des stenographischen Bureaus kennen zu lernen. Beide haben dieStenographie in der Skupschtina eingeführt, und Milanovich veröffentlichte1884 eine serbische Stenographie. 1893 wurde von Julius Hochsinger inGraz, welcher dort mehrere serbische Studenten in der Faulmann'schen Steno-graphie unterrichtet hatte, eine serbische Stenographie nach Faidmann'sSystem veröffentlicht, welche sich durch ihre Einfachheit auszeichnet.

Litteratur.

Russisch: Godfroy, Okigraphie russe, Moscou 1806. Ders., Rossijskoe czteniei skoropisi, Moskwa 1809. Modest Korff, Graphodromie ou l'art d'ecrire vite, St.Petersb. 1820. Ung., La Stenographie, Moscou 1844. Ä. P. K., Stenografi ceskaja Azbu-kasli, Moskwa 1848. Janerwski und Messer, Osnownija prawila skoropisania, St. Peters-burg 1854. M. Iwanin, O stenografii, St. Petersburg 1858. Ders., Russkaja Steno-grafia, 1867, 1869. pul. Zeitig und Baron N. Tornau, Russkaja Stenografia, Dresden,1863, 1864, 1880, a. Aufl. von Tornau allein 1867. Paulson und Messer, Russkajakratkopis, St. Petersburg 1864, 1866. Dies., Praktieeskoie rukowodstwo, 1868, 3. Aufl.tl88l. N. Korenew, Osnowam'a russkoi, St. Petersburg 1865. Felix Saxe, Prakti-ßeskoje izwleZenie Russkoi stenografii, 1865. Zolotoff, Propisi dlja skoropisnago,St. Petersburg 1865. P. Olehin, Sprawocnie listki, St. Petersburg 1865. Ders., Dwarazskaza,. 1865/6. Ders, Rukowodstwo k russkoi stenografii, 1866, 1869, 1874. A.N.