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Geschichte und Litteratur der Stenographie
Entstehung
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Englische Stenographie. ai

gens, dass ein Mitglied des Parlaments ausrief, er bemerke Fremde im Hause,um den Vorsitzenden zu zwingen, die Gallerie, damit auch die Reporter-gallerie, räumen zu lassen, worauf das Haus erst seine Sitzung fortsetzte.1871 beschloss das Parlament, dass in Zukunft die Fremden nur durchAntrag des Vorsitzenden ohne Amendement und Debatte entfernt werdendürfen. Da die Zeitungen die Ausführlichkeit ihrer Berichte von ihrem ver-fügbaren Räume, der Wichtigkeit der Redner und Verhandlungen, sowie vonder zum Setzen und Drucken nothwendigen Zeit abhängig machen, weshalbauch um 1 Uhr] nachts von den Berichterstattern jeder Zeitung nur einerbleibt, um einen kurzen Bericht zu geben, so hatte Thomas Curzon Hansard1803 eine eigene Berichterstattung auf Subscription gegründet, welche dieVerhandlungen vollständig lieferte und deren Stenographen auch nach 1 Uhrnachts vollzählig im Hause blieben. 1876 unterstützte der Staatsschatz dieAgentie Hansard mit jährlichen 3000 Pf. St., welche später in 500 Pf. St. fürjeden Band verwandelt wurden. Jetzt ist auch die Agentie Hansard einge-gangen und die Regierung hat einen Vertrag mit einer anderen Gesellschaftabgeschlossen.

Neben dieser halbofficiellen Berichterstattung besteht noch eine offi-cielle für die Comitesitzungen, welche am Tage von 114 Uhr mit 1%stündiger Unterbrechung stattfinden, und die seit 1813 von dem Bureau Gurneybesorgt wird. Diese Verhandlungen müssen wörtlich aufgenommen werdenund bis zum anderen Morgen 8 Uhr gedruckt vorliegen. Die stenographischeNiederschrift besorgt ein einziger Stenograph, dessen Blätter halbstündlichabgeholt und im Bureau übertragen werden, worauf nach 4 Uhr der Steno-graph die Revision der Umschrift vornimmt. Die Mitglieder dieses Bureaussind daher so geschult, dass sie die schnellsten Niederschrifteneines anderen schnell und richtig lesen können. Auch bei Abend-blättern hat sich die Umschrift der Stenogramme durch andere Stenographenals nothwendig herausgestellt und wird daher auch bei anderen SystemenGewicht auf die Lesbarkeit durch andere gelegt. Die Zeit zur Ausbildungeines sattelfesten Stenographen wird auf 5 Jahre veranschlagt.

Das System Gurney erfreut sich wegen seiner offiziellen Stellung undseiner Leistungen des größten Ansehens und Herr Gurney-Salter konnte beidem ersten internationalen Stenographencongress in London (1888) daraufhinweisen, dass sich sein System ohne jede Propaganda verbreite. Es istauch mit Unrecht darauf hingewiesen worden, dass Charles Dickens, derdieses System als Berichterstatter anwendete, in seinem Roman »DavidCopperfield« die schwierige Erlernung desselben geschildert habe; Dickenshat bei seiner launigen Erzählung nicht ein System, sondern die Stenogra-phie in genere zum Gegenstande seines Witzes gemacht, aber am Schlüsseversichert, dass es ihm gelungen sei, seine Niederschrift unter allen Umständenlesen zu können. Gurney's Lehrbuch ist daher bis gegenwärtig ununter-brochen aufgelegt worden und auch andere Autoren, wie Vale 1808, Green1824, ein Ungenannter 1824, G. B. 1827, Parker 1833, der Drucker Lloyd1835, Oliver 1852, Cooper 1858 haben dasselbe herausgegeben.

Das System Byrom fand Bearbeiter an: Hodson 1800, Ewington 1801,Nightingale 1803, Bobbett 1815, Gawtress 1819, Kelly 1820, C. Walker 1823,einem Ungenannten 1825, Jones 1832, Roffe 1833, George 1835 (H. Gr. S.778I). 1 )

') Manche Jahreszahlen der »Historischen Grammatik der Stenographiec sindach den neueren Forschungen Dr. Westby-Gibson's richtig gestellt.

hier nach den neueren Forschungen Dr. Westby