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Geschichte und Litteratur der Stenographie
Entstehung
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Die Stenographie im 18. Jahrhundert. 2Q

großes reich ausgestattetes Lehrbuch in Kupferstich herausgeben konnte.Er war ein Muster jener Zunftgelehrten, welche ein Alphabet, das sie zu-fällig erlernt haben, für das bestmöglichste erklären und an dieses ihre Ver-künstlichungen anheften, welche sie zu großen Verbesserungen aufbauschen.Western erklärte das Alphabet von Metcalfe als das beste, das sei undersonnen werden könne, verwies jedoch auf die Schreibung des Vater-unsers in beiden Schriftarten als Beweis seiner Verbesserungen. Der ganzeUnterschied liegt in den gebrauchten Sigeln und darin, dass Weston meh-rere Wörter zusammenschrieb (H. Gr. S. 52 ff.). In dieser Weise verbesserteAnthony Clayton (H. Gr. S. 56) des System Weston's. Deshalb zur Redegestellt, erklärte er in einer Disputation, die unter Byrom's Vorsitz statt-fand, dass er Weston's Alphabet, Präpositionen und Endungen billige, abernicht seine Marks (Wortkürzungen), worin beispielweise Sigel für »Pluder-hose« und »Mandelbaum« vorkämen, weshalb er dieselben weggelassenhabe, was Byrom, der sich offenbar über beide Streiter lustig machte, nichtals eine Verbesserung anerkannte. Das Zusammenziehen von Worten wurdevon John Mitchell (H. Gr. S. 54 f.) auf die Spitze getrieben, zumal die Sigelin der Verbindung als einfache Buchstaben auftreten (nspgmvd = and thespirit of God movedj. Als Schriftprobe war der Anfang der Bibel gegeben,den jeder gebildete Engländer auswendig kannte, wonach also die Lesbarkeitder Schrift nicht beurtheilt werden kann. Levy behauptet jedoch, J. Mitschell'sBuch sei populär gewesen und hätte eine große Verbreitung gefunden.

Die Schule Eich wurde durch Henry Barmby (1700), Samuel Lane(1716) und vor allen durch Dr. Ph. Doddridge (H. Gr. S. 59) vertreten.Letzterer gehörte der Partei der Dissenters an und leitete von 1729 an eineGelehrtenschule dieser Secte, in welcher er auch die Stenographielehrte. Hier dürfte er an 200 junge Männer unterrichtet haben, welchemeist Dissentergeistliche wurden und von denen mehrere zu Ruf undAmtern gelangten. Die Studenten mussten auf seine Anordnung die Regelnlernen und dann zur Übung stenographisch niederschreiben. Mehrere solcherHefte haben sich erhalten. Der berühmte Priestley, welcher diese Schulebesuchte, musste die von ihm erlernte Stenographie seines Freundes Annetaufgeben und das hier allein geduldete System Rieh erlernen. Dod-dridge selbst gab kein Lehrbuch heraus erst lange nach seinem Todewurde seine Methode in Druck gegeben. Den Einflüssen der Dissenters istdas lange Bestehen der Schule Rieh in England zuzuschreiben.

Auch William Mason war anfangs ein Anhänger Rieh's und gab alssolcher 1672 ein Lehrbuch heraus, 1682 änderte er das Alphabet und zumzweitenmale 1707 in dem unter dem Titel »La plmne volonte« erschienenenWerke, welches die Grundlage einer neuen Schule wurde, deren Haupt-kennzeichen außer dem Alphabet die Verminderung der Vocal-bezeichnung auf drei Stellen ist, indem a und e, i und y, o und uunter je einer Vocalstelle vereinigt wurden (H. Gr. S. 61 ff.). Zu dieserSchule gehören die Systeme von Tanner 1712, Angell 1758, Swaine 1761,Meilan 1764, Hodgson 1780, das Dictionary 1777, Graham 1787 (s. H.Gr. S. 64), am berühmtesten ist sie aber durch Thomas Gnrney geworden,der sie bis auf unsere Tage vererbt hat. Dieser, der die Uhrmacherkunsterlernt hatte, soll als Knabe einige Bücher gekauft haben, unter denen sichMason's Lehrbuch befand und schon mit 16 Jahren eine Rede wörtlichaufgenommen haben. Im Alter von 32 Jahren (1737) erhielt er eine An-stellung an dem ersten Gerichtshof (Old Bailey) als Stenograph und gabUnterricht, doch nannte er sich noch in der ersten Auflage seines Lehrbuches