pinscher": „Unter drei Jährekin kommt der da drin nich weg.Junge, Junge — wie mußt du dir amüsiert hab'n!"
Doch hat Zille nicht nur auf den Gängen und in den Vor-räumen des Gerichts das Volk belauscht. Er hat auch inden Gerichtssälen allerlei gesehen und gehört, z. B., wie einAngeklagter seinem für ihn plädierenden Anwalt zuflüstert:
„Herr Verteidiger! Sie müssen ooch mal zu die Je-schwor'nen rüberquatschen; fünfe schlafen schon!"
Und auch hinter die Gitter hat er selbst gebückt — wennauch nicht mit leiblichen Augen, so aber mit geistigen, mitkünstlerischen. Die sehen ja manchmal weiter als die Augenim Gesicht:
Der Zuchthausinspektor sagt zum Neuling: „Die Wolle istschlecht gezupft!"
Sträfling: „Wenn Ihn' meine Arbeet nicht paßt, dannkann ick ja jehen!"
Da haben wir schon einen kräftigen sozialkritischen Witz.Davon gibt's eine Menge. Einmal fragt Zille:Wo aber ist die Sonne?
„Mutta, Erna heilt wie 'n Boomaffe, se heert janich mehruffl"
„Halt' se in de Sonne, det se trocknet!"
Überhaupt neckt Zille auch gern die „Grünen", die„Blauen", die Polizei, wie in der Plauderei in der Bodega:
Der Spitzel: „Nein, mein Lieber, hab'n Sie 'ne Ahnung vonde Polizei, wir brauchen Verbrecher. Wenn wir keine hätten,dann müßten wir se machen; wovon soll'n wir denn sonstleben!"
Der ängstlichen Exzellenz, die wohl mit Schrecken andie Fabel von dem Bramarbas und dem furchtlosen Barbier-
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