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Das Zillebuch : mit 233 meist erstmalig veröf. Bildern
Entstehung
Seite
404
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Der Mann war ein rechter Pechvogel. Bei mir hat erzwei Jahre tüchtig und gut gearbeitet. Aber er kam — wohlohne seine Schuld — mit irgend jemand in Konflikt undwanderte durch verschiedene Werkstätten. Dabei konnte erwirklich was, hatte auch in Wien zwei Jahre auf derHochschide gearbeitet.

Aber als er nun in die Berliner Buden kam, da kriegteer Schwierigkeiten mit den Gewerkschaftsmitgliedern. Werdaran schuld war — das kann ich nicht entscheiden. Wasda vorgekommen ist, weiß ich nicht.

Nun steht solch armer Mensch da — immer verbissen.

Wir waren alle hilfsbereit. Aber vielleicht waren ihm aucheinige nicht wohlgesonnen und schädigten ihn.

Mancher Mensch hat solch Pech . . .

Aus den Tagen, da Zille sich mehr dem selbständigenKünstlertum näherte, erinnerte er sich schmerzvoll und ;freudevoll zugleich:

„Ja, als wir noch jung waren, jing's ja man knapp her.Nachher ist ja manch einer immer an'n weißgedeckten Dischgesessen und mit silberner Gabel un Messer. Da war auchGaul, der Tierbildhauer. Der hat ja denn nachher geheirat'tund hat mit der Frau fein gelebt. Aber ob er so glücklichwar, wie damals am Schöneberger Ufer, als wir noch allein seine einfache Junggesellenbude zu ihm kamen? Dabrachte jeder was mit — der eine 'n Viertel Schinken, derandre 'n Stücke Leberwurscht — ein Dritter 'n bißken Käse —Ja, das wurde dann mit's Papier uff'n Disch gelegt, un jederkonnte zugreifen, was ihm zusagte.

Ich glaube,, da waren wir alle glückücher. Da strebtenwir noch."

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