da. Der war eben einer von den fidelen Köpfen, dieimmer gern gesehen werden, weil sie Leben in die Budebringen, weil sie die Gäste unterhalten.
Dabei hat er trotzdem gearbeitet. Den jungen Goethe inStraßburg. Den werden doch die Franzosen nicht umgestürzthaben? . . . Aber nee, das war ja kein Fürst!
Ja, als Wagener mal beim Preisausschreiben siegte, darief er:
„Jetzt habe ich Geld 1!"
Das war aber nicht so schlimm. Die Gläubiger kamen.Und von den Monatsraten büeb nicht viel übrig für ihn. Bei-nahe hätte er den Auftrag noch verloren. Professor Eberleinhatte den Straßburger Spießern den Kopf heiß gemacht:Wagener wäre ein Säufer 1 So eine Klatsche! — Und dannkriegte Wagener auch keinen Auftrag für die Siegesallee undwurde bloß von Begas ein bißchen beim Denkmal vom altenWilhelm beschäftigt.
Dann traf ich ihn wieder im „Schwarzen Ferkel" — derWeinstube, die damals noch in der Neuen Wilhelmstraße lag,wo heute die Kunsthandlung ist. Der Maler Munch verkehrteda. Und Strindberg und sein Kreis. Adolf Paul, RichardDehmel — Ludwig Schleich. Und da war ja dann so 'neKameradschaft. Wer hatte, der zahlte. —
Wagener hatte natürlich nichts.
Und als ich ihn fragte, warum er nicht mehr bei Raffoverkehre, schimpfte er:
„Bei dem Budiker 1 Zu dem Kerl geh' ich nicht mehr!Der will Geld von mir!" ...
Ja, und nun saß er da — mit kaldem Schädel — und inLumpen — und wunderte sich, daß ich ihn erkannte.
Viel zu helfen war ihm nicht mehr.
Er war fertig .. ."
*
Von den Kollegen, die Zille in seinem Arbeitsbetriebkennenlernte, weiß er sehr viel zu erzählen:
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