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Das Zillebuch : mit 233 meist erstmalig veröf. Bildern
Entstehung
Seite
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den Kasten geblasen. Der feine Staub setzte sich an denStellen, die Linien und Schatten zeigen sollten. Und dannmußte man das im Gefühl haben, ob es nun genug war odernicht.

Das waren damals die besten Reproduktionen von dengroßen Kunstwerken.

Die Bilder wurden für 'ne Mark verkauft.

Heute gibt's bessere und billigere Verfahren.

Damals gab's noch keinen Bilderdruck auf der Schnell-presse. Von dem Photodruck wußten wir noch nichts. Wirmachten eben photographische Vervielfältigungen. Da hießes noch was: Retoucheur sein! Das war ein Maler mit Blei-stift und Tuschepinsel! Das übte! ..."

Zille ärgert sich übrigens ganz ehrlich über allerlei Un-klarheiten und Schiefheiten, die ihm übereifrigeFreunde"andichten. Wie jeder Fachmann, der seinen Beruf liebt undin seiner Kunst lebt und wirkt, ist Zille auch von seinemFach" eingenommen. Da berichtet ein Mann, der viele Jahrelang bei Zille verkehrte, ihn - belauschte und alles aufnotierteund es mit Heimlichkeit verarbeitete und so den ahnungslosenMeister gewissermaßen plünderte, Zille habe ihm einen Kom-mentar über die maschinelle Bildreproduktion, über Raster-verfahren, Ätzung, Rotations- und Offsetdruck gehalten. Zillewäre darin erstaunlich bewandert.

Und um dies zu beweisen, stellt der Berichterstatter dieganz widersinnige Behauptung auf: Als vor Jahrzehnten derErfinder Klisch die neuerfundene, nach ihm benannteKlischeetechnik in Wien vor einem Kreise von Fach-leuten aus aller Welt mitteilte, war Zille von der Photo-graphischen Gesellschaft dazu hingeschickt worden.

Jeder Fachmann und jeder Liebhaber des Druckverfahrensweiß, daß es Klischees schon seit dem Jahre 1575 gab. DasVerfahren des Herrn Klisch, der zufällig einen der Technik

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