Und dort erhält er diesen freundlichen Spruch zum Ehren-tage:
„So, heute sind Sie fünfundzwanzig Jahre bei mir, nundenken Sie mal, wieviel Geld Sie mir schon haben weg-geschleppt."
Dies Wort ist gewiß scharf, aber leider nur zu treffend.Die Arbeitgeber wissen nicht, wieviel Wind sie säen, weil sienicht für die Altersjahre ihrer Mitarbeiter sorgen . . .
Und weil sie dafür nicht sorgen, erzählen schon die Kinderim Volke:
Paul: „De olle Schulzen sagt, mit 'ner Zuckerschnur uff rhäng'n war een süßer Tod!"
Sonja: „Wenn och — aber de Seele muß hinten raus!"
Stark beschäftigten sich Züles Gedanken auch mit derWohnungsnot. Er sah tägheh, ja stündlich die Nöte derMenschen in den Mietskasernen — die ja nicht immer ganzunverschuldet sind, weil viele Menschen im Volke nicht denWert der guten Wohnung kennen und schätzen und mehrGeld für andere Dinge als für ein wirklich ausreichendesHeim ausgeben. Hier muß eben Erziehung und Fürsorgedurch Verantwortliche noch stärker einsetzen. —
Zille wendet sich gegen das Verbot der Feuerungsanlagenin den Laubenkolonien: Mutter sagt zum Schupo:
„So! — Ofen und Kochen is nich mehr? — Denken Sievielleicht, wir wollen uns een Sechser-Käse über die Petro-leumlampe wärm'l"
Und das Schlafstellenunwesen kennzeichnet Zille in meh-reren glänzend gefaßten Sätzen:
„Die Schlafstelle is für een, der det nachts arbeet und amTage schläft; wir hab'n bloß det eene Bette!"
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