Wie der Galgenhumor alles überwindet, zeigt sein Wort:„Aus großer Zeit":
„Nich mal begraben kann man wer'n, et jiebt keene Särjemehr!"
„Ick fange an zu stinken, dann wer'n se mir schon holen!"
Bitter klagt Zille die verständnislose Zeit vor dem Kriege
an in der Unterschrift:'
„Wat hat denn der Kronprinz jesagt, Großmutter?"„Er hat mir een Zehnpfenniger zum Andenken gegeben
und-sagte, ich soll'n nich vernaschen!"
Aus dem Krieg selbst stammt der echte Volksliedvers:Die Gesundheit ist verloren,Wo soll'n wir denn nun hin?Alsdann so wird es heißen:Ein Vogel ohne Nest —Nun Bruder nimm den Bettelsack,Soldat bist du gewest!
Auch dieser Schmerz stammt aus den Hungerjahren des
Krieges:
„Na, Olle, laß man nichts in de Suppe fall'n!"
„Wenn schon! eene Laus in Kohl is besser wie jar keen
Fleesch!"
Und die Verständnislosigkeit für das, was dem hungerndenVolk am nächsten hegen muß, äußert sich bei dem mit derBibel in einem frommen Verein beschenkten Familienvater? nach der Christbescherung in Berhn NO.:
„Wenn jetzt eener wat von uns will, denn hau' ick ihm mitdet Wort Jottes uff'n Schädel, det er brüllt wie'n Affe!"
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