wurden neue Häuser nicht gern sofort bezogen.. Und dalernte ich 'ne Familie kennen, die wohnte immer nur alsTrockenwohner. Die zahlte nie Miete.
Den Mann und Vater nannten wir Nulpus.
Der bildete sich was auf seine Schlauheit ein, daß ermietefrei wohnte.
Der hätte auch keine Miete zahlen können.
Das arme Luder — der war doch schwach im Kopf."
„Der Krögelmax verstand sich durchzubringen durchsLeben. Der wohnte auf'n Hof im alten Krögel und hatte 'npaar Hühner. Die liefen da rum. Und davon lebte er fastganz. Die Eier lieferte er nämlich an einen Bereiter in denMarstall von Wilhelm II. Der wollte täglich frische. Wenndie Hühner aber nicht genug legten, packte Krögelmaxe auchandere dazwischen, die er im Laden gekauft halte . . .
Als ich nach Jahren mal wieder in die Gegend kam, standMaxe mit'n Ideinen Wagen am Straßenrand und verkaufteSpeiseeis.
,Wulst mir woU zeichnen!' rief er mir zu und wendete sichab, damit ich nicht sein Gesicht auf mein Papier kriegte.
Ich beruhigte ihn und wünschte ihm Glück zu seinemneuen Unternehmen.
Ach, Maxe war vielseitig. Er ging auch abends als An-reißer für einen Photographen auf den Rummel. Ja, erguckte sich das Photographieren ab und ging schließlich selbstmit'n kleinen Apparat los — in die Kneipen und in die Ver-eine, die da tagten."
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Außerdem hat Zille diese wirklichen Proletarier in seinenUnterschriften gekennzeichnet. Da ruft ein Zerlumpter voreinem Keller aus, in dem Lumpen angekauft werden:
„Wenn ick jetzt Lumpen hätte!"
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