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Das Zillebuch : mit 233 meist erstmalig veröf. Bildern
Entstehung
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tungen bis an ihr Lebensende, ließen sich von dem spätergeheirateten Mann geduldig mißhandeln und sorgten wohlgar noch für ihn. Sie schlugen sich durchs Leben und mein-ten humorvoll:

Herrjott, sind wir verjnügt und haben't jarnich nötig!"

Sie üeßen sich als echte Berlinerinnen nicht unterkriegenund meisterten in ihrer Weise ihre Lebensverhältnisse. Siemußten, um sich erhalten zu können, praktisch und derbwerden. An Pflichtgefühl, Nüchternheit und einem ge-wissen gesunden, sparsamen und anstelligen Ordnungssinnfehlt es ihnen nicht. Aber manche Frauen aus dem Volke,besonders aus dem ein wenig bemittelten Kleinbürgertum,können widerwärtig engherzig, neidisch und kleinlich sein;andere wieder sind gastlich und durchaus frei von jenerEitelkeit, die kleine eigene Taten für das Bedeutendste hältund darüber die großen der andern vergißt . . .

Auch Zille hat in seiner alles begreifenden und aufzeichnen-den Art manche Sympathie für das Kleinbürgertum vorallem aber für das Proletariat. Da sich aber zweifellos Klein-bürgertum und Proletariat vielfach ineinander verflechten,da heute ein Mensch Kleinbürger, morgen aber schon Prole-tarier sein kann, da aber auch viele Proletarier durchauskleinbürgerlich leben und andere wieder bald sprunghaft,bald mit schweren Kämpfen vom Proletariat ins Kleinbürger-tum hinüber wechseln, ist hier Kleinbürgertum und Prole-tariat zusammengefaßt. Die Lebenshaltung beider Schichtenist durchaus gleichartig. Nur bei jenen, denen das Glückganz unhold ist, die sich gar nicht behaupten können unddie schließlich zum fünften Stand abrutschen, ist das Daseinein wesentlich anderes. Doch davon in einem anderen Kapitel.

Heinrich Zille nimmt sich vor allem das Familienlebenvor und enthüllt mit seinem derben Stift und seiner witzigenRede so mancherlei. Zuerst einmal:Glück im Winkel"(Bild i5a).

Eine andere Seite dieses Glückes bespöttelt er in folgen-den Scherzen:

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