verdienende Mittelstand drängt sich in den großen, Wohn-vierteln von W. W. zusammen. So bleiben denn die niederenKlassen in gewissen Vierteln ganz unter sich — wodurch dieEinseitigkeit der Kindheitseindrücke immer größer wird.Auch von der Arbeit sehen die Weltstadtkinder nicht jene be-fruchtende Vielheit, wie Kleinstadt- und Dorfkinder. Für sieexistiert nur die geisttötende Heimarbeit. Und wenn sieaußerdem auf der Straße noch Eindrücke erhaschen, so sind
130. Wedding.„Weeste Willy, ick jloobe, det Eis schmeckt nach jrüne Seefe!"Nach der Originalzeiehming. (Aus Urberliner I.)
es Luxusreize: das Auto des Großhändlers, die Auslagen derJuweliere und Modegeschäfte, Stiefelhandlungen und Waren-häuser.
Alles das und nicht viel mehr bekommen die Kinder deskleinen Mittelstandes zu sehen, die Kinder der besser gestell-ten Arbeiter, der Buchdrucker, Mechaniker, der Bureau-angestellten und Tausenden von Beamten und der ldeinenGeschäftsleute. Auch sie wohnen in diesen Zimmern, in dieso selten die hebe Sonne hineinscheint. Ja, die Kinder derGeschäftsleute haben es noch schlechter. Denn bei den Läden
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