nichts daraus und überlassen ihr Kind einer kinderhebenFreundin oder Schwester. Daraus entstehen dann Zusammen-stöße:
„So, uff eenmal is dir die Schlaf stehe bei uns zu teier!Hast'n Hausschlüssel, warme Stube, und deinen Jungen stillick ooch noch!"
Und schließlich enden die Mutterfreuden der Fräuleinsnur zu oft wie beim Fräuleinskind (Bild io3), von dem diealte Nachbarin sagte:
„Ja, Freilein, so'n kleenet Kind is eijenthch erst scheen,
wenn'ts tot is!"
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Aber viele dieser Fräuleinsmütter sorgen gut für ihre vater-losen Kinder, bringen sich durch als Heimarbeiterinnen underziehen sich an ihrem Kinde einen guten Kameraden.(Bild 98.) Ob dies Milieu immer gut ist für diese Kinder,ob die Mutter immer reichlich genug für sie sorgen kann,ist allerdings sehr fraglich. Sie suchen sich darum wiedereinen Vater für ihre Kinder. Der aber will besonders gutbehandelt werden, wie der spät heimkehrende Schlafbursche,der seiner Schlummerwirtin auf ihre Ermahnungen zum soli-den Lebenswandel erwidert:
„Nu mach man wieder Meck, Meck! Du kannst doch keennackhchten Mann een Bonbon ans Hemde kleb'nl Du bleibstdie Schlafbosten, un ick dein Aftermieter 1 Ick komme wie ickwill!"
Das ist die Antwort der Männer auf den etwas rauhenEmpfang. Vieheicht haben diese Fräuleins eben nicht jeneinnere Sanftheit, die den Mann fesselt und von der Zilleschelmisch und vieldeutig sagt:
Det Inn're sanft, doch rauh de Hille —So sieht de Damen
Heinrich Zille.
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