.Schnell den Schirm vor, da läuft mein Chef.",Wenn er aber hinten rumgeht?".Da kennt er mich nicht."
Und sie zieren sich auch nicht, wenn sie im enganliegendenBadetrikot von „ihm" geknipst werden und lachen, wenn diekleine Schwester sagt:
„Mutta, er hat Absichten, er knipst ihr schon wieder!"
Manchmal führt die Knipserei oder Baderei zur Ehe. Abermanchmal kommt auch was anderes bei heraus:
Streit nach dem Bade.„Nu biste eifersüchtig! Wat kann ick denn dafor, wenndein Bräutijam mal will eene Schwarze hab'n!"
Auch innerhalb der Familie finden die Fräuleins ihreSonntagsfreuden. (Bild i44-)
Es sieht so aus, als opfere sich das Fräulein für die Fa-milie. Aber nur zu häufig ist das eine mütterliche Beschöni-gung — eine Ausrede. Die Fräuleins wollen was vom Lebenhaben. —
Das ist so die Art der Mädchen, die jetzt auch als weib-liche Junggesellen bezeichnet werden. Ich schilderte sie inmeinem Werk „Das galante Berlin":
„Im großen und ganzen steht die Mehrzahl der Frauen denvielen Problemen, die das weibliche Junggesellentum herauf-beschwört, noch verständnislos, ja überhaupt unbewußt gegen-über. Und selbst die meisten weibbchen Junggesellen sindsich über sich selbst noch nicht bewußt geworden.
Sie leben instinktmäßig dahin — als weibliche Junggesel-len, die ihr Lebensrecht auf jede Weise suchen und für jede
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