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Das Zillebuch : mit 233 meist erstmalig veröf. Bildern
Entstehung
Seite
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jungen Männer sehr vermehrt. Sie kamen meist von außer-halb, saßen fremd und einsam auf ihren möblierten Buden.Einsame Abende in kalten, nüchternen Räumen, im Theater,im Tingeltangel oder allein verbrachte Sonntagsnachmittagelassen die Sehnsucht nach dem Weibe, die sowieso schonlebendig genug geworden ist, fast unwiderstehlich werden.

Und zu gleicher Zeit schwoll die Zahl der sich selbständigernährenden Mädchen, die nicht nur als Fabrikarbeiterin oderdürftige Heimarbeiterin sich ernährten, in die Zehntausendean. Verkäuferinnen, Kontoristinnen und Modistinnen siealle waren meist auch ohne Aussicht auf baldige Heirat. Siestanden fast alle neben dem Leben, das in den Großstadt-straßen lockte und gleißte. Lebensgenuß wenn er auchnur oft glitzernde Oberfläche ist den ganzen Tag denktsie daran und freut sich darauf, daß sie abends abgeholtund ausgeführt wird, daß sie ein Stück Leben genießen darf,dessen Glut und Reiz sie nur aus quälender Ferne ahnte, unddie sie mit sehnsuchtsheißem Herzen erhoffte. Glücklichund selig über all das Neue und Schöne, fühlt sie ihre Sinneberauscht. Was ihr bei kühler Überlegung lächerlich erschien,wird nun schließlich doch zur Wahrheit: ihr Herz schlägtfür ihn, der ihr das geboten und vermittelt. Aus der Dank-barkeit quillt manchmal heiße Liebe. Und sie gibt ihm alles,was sie geben kann und nimmt auch alles, was sie nehmenkann . . . Fräuleins haben ihren Bestimmten, haben .Ihren',haben ein Verhältnis.

Sie stehen gewissermaßen zwischen jenen Mächens und denEhefrauen. Sie haben meist einen Freund, mit dem sie zu-sammen wohnen oder der doch ständig ihr Verehrer und mei-stens auch ihr Ernährer ist. Um ihn festzuhalten, dürfen siesichnich de Figur verderben".

Viele haben aber auch noch ihren Beruf für sich, verdienenalles, was sie brauchen. Das sind die Mädchen, die im Varieteauftreten:

Mich hat' ein jeder gern,Bin ein bekannter Stern"

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