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Das Zillebuch : mit 233 meist erstmalig veröf. Bildern
Entstehung
Seite
196
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den Strich, schicken, weil sie immer müde ist. Sie soll ihmalles sauber halten. Auf wartestellen bei alten Herr'n an-nehmen, alte Kunden kämen noch genug von selbst.

,Ja nee bloß nischt mit die Sitte mehr und Fröbel(Frauengefängnis) nee nich riechen.' Sie weiß, er hatnoch drei zu loofen, vielleicht lassen sie'n mal alle wer'njäh schreckt sie auf

,Emil, wann ziehste in eire eijene Wohnung?' fragt mitschnarrender Stimme Salon-Willi, ihr früherer Liebster, wäh-rend des Kartenspiels vom Nachbartisch rüber.Det hatnoch Beene, eene Schwindsichtige is' noch drin, die nibbeltaber bald ab (stirbt bald). Dann muß se ausjewanzt undtapziert wer'n, ooch sind Schwaben drin so lange kann senoch loofen!'

Mutter Bindedraht wird unruhig es ist spät, die Pflichtruft, lautlos, wie sie gekommen, schleicht sie sich weg.

Krebslene macht Feierabend. Nun geht's noch zum Schle-sischen Karl, eine Straße weiter, wie alle Abende.

Nach alter Gewohnheit läuft Trude allein auf dem anderenBürgersteig. Ein Mann spricht sie an, aber Emil ruft rüber:,Hau ab, Trude, heite nich!' " Z.

Einige von Zilles Bildunterschriften, die bestimmte Seitenseines Milljöhs beleuchten, seien hier noch mitgeteilt:

Auf dem Flur des Krimmalgerichts in Moabit sagtKriminalstudent'' Bolle, genannt:Der Lindenpinscher 1":

Unter drei Jährikin kommt der da drin nich weg. Junge,Junge wie mußt du dir amüsiert hab'n!"

Von dem Kulturzustand der Bummelplätze zeugte eineUnterhaltung aus einer Ausstellerfamilie:

Auf dem Bummel.

Wat schrubberst de denn uff de Lola rum"Na heite als Engel mit det weiße Triko da scheintja allens durch!"

rg6