Da kommt ein kesser Junge zum Witwenball, Berlin N,Müllerstraße:
Franz, der Löwe des Nordens:
„Ober, wo sind denn die Damen?"
„Ausjehoben!"
Bald sind sie sehr empfindlich und rufen übermütig demSchupo nach:
„Wat, der Jrüne? Dem is woll lange keen Ooge über'tSchemisett jerolltü"
Aber sie parieren auch, wenn ihr Kaschemmenwirt kom-mandiert :
„Achtung, Kinder 1 Die Polente kommt — singt een from-met Liedl"
Alle: „--------Heil dir im Siegerkranz 1" (Bild n3.)
Diese Herren erkennen auch die Tüchtigkeit ihrer „Leib-eigenen" an.
„Ick kann nich klagen, meine is fleißig, die kiekt denjanzen Tag aus d' Fenster!" sagte einer zum andern.
Zwar haben auch diese Freunde und Bräutigame sich derNeuzeit angepaßt, gehen nur selten noch in Sportwesten,ohne Kragen, mit flatterndem Apachentuch und flacherMütze. Sie passen sich noch mehr als früher der Umgebungan und halten auf gute Kleidung, gehen zu ihren Festen undBeerdigungen mit Smoking und Frack, mit Zylinder undLackschuh. Wie sie sonst zu ihren Mächen stehen, das zeigtnicht nur dies Kapitel, sondern mancher Satz aus mehreren
anderen.
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Viele meinen es gewiß gut mit ihren Mächens und suchenzu einem Erwerb zu kommen, bei dem sie ehrlich was leisten.Manchen gelingt es auch. Ebenso wie manchem Mächen.
Allerdings halten sie sich für den Wohltäter der Mächensund trösten sie:
„Frieda, sei zufrieden, daß de det blaue Ooge hast, sonstis der Steckbrief sehr jenau."
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