— un' wie die Prominenten alle heißen — dann denkt man,det se woll alle in die Kaschemmen sin' uffjewachsen — ihrejanzen Fisimatenten hab'n se sich von uns so hintenrum ab-jekiekt und sich so quasi wejjeschnüffelt — Kunststück!"(Siehe Bild 3.)
Das sind dieselben Menschen, von denen Zille unter ein sehrechtes, unter sein bestes Bild aus dem Scheunen viertel schrieb:
Sehet die Vögel unter dem Himmel, sie säen nicht, sieernten nicht--------
Auf diesem Bild gingen Straßenmädchen neben alten ge-bückten Arbeitern, schwangeren Frauen und rhachitischen,unterernährten Kindern an den verfallenden Häusern entlang.Das Äußere der Mächens hat sich ja zwar gewandelt —wenige gehen jetzt noch mit dem hohen Haarwulst und derSchürze. Sie haben alle die Mode mitgemacht, sich verjüngt.Laufen mit Bubikopf und kurzen Kleidern und brauchen nichtmehr mit dem weißen Unterrock „winken", brauchen nichtmehr die Röcke anheben (Bild 77). Aber ihr Lebensinhalt istder gleiche geblieben.
Die meisten bleiben stecken in dem „Lebenswandel" undtippeln als Straßenmädchen weiter ihren Weg, leben weiterzwischen alten, gedrückten Arbeitern, kränklichen, unterer-nährten Kindern und überbürdeten Frauen .
Voll Bitternis über soziale Ungerechtigkeiten schrieb Zilleunter ein Bild, das Mächens zeigte, wie sie zur ärztlichen Kon-trolle nach der Sittenpolizei gehen:
Und wirst du die Geschlechter beide fragen:
„Nach Freiheit strebt der Mann, das Weib nach Sitte."
Aber er zeigte die Mächens auch, wie sie ihre Erlebnisse —selbst im Warteraum der „Sitte" auf dem Alex— gern mitScherzen heiter durchwürzten:
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