der Ecke. Und denn mit 'nem Stuhl über sie her. Erst dieStuhlbeine auf sie kaputt — dann den Sitz noch.
Wie das ein Mensch aushält 1 —
Man sollte meinen, er müßte dann zu Gelee zerkloppt sein.
Und als der alte Schuster was dazwischenrief, — Paul hinzu ihm — den Mann mit dem Stuhl hoch — und ihn aufdem Stuhl raus zur Tür.
Der arme Kerl verschwand humpelnd in seinem Schuh-keller . . .
Frieda stand wieder auf.
Paul erholte sich aufatmend von dem Hinauswurf desSchusters.
Und dann standen die beiden, Paul und Frieda, an derTheke und versöhnten sich, tranken Versöhnung.
So gingen sie noch weiter. Die Versöhnung mußte dochgefeiert und vor den Kollegen und Kolleginnen besiegeltwerden.
Im zweiten Lokal ging die Keilerei wieder los.
Frieda wurde nochmals geschleudert und mit Füßen ge-trampelt.
Aber schließlich zogen die beiden Arm in Arm nach ihrerWohnung im Jüdenhof . . .
Frieda hatte den langen Paul verpfiffen. Die Keile war ihrwohl doch zuviel geworden. Sie hatte eben angegeben, daßer von ihr Geld genommen hatte. Daher vielleicht auch abund zu seine Wutausbrüche — weil er wußte, sie brauche sichnicht alles gefallen lassen — sie könne sich einmal rächen.
Als sie aber vor Gericht gegen ihren Paul aussagen sollte,nahm sie alles zurück.
Es war ihr Glück. In der Parochialritze hatte kein Menschmehr mit ihr gesprochen. Selbst ihre Kolleginnen auf derStraße waren ihr ausgewichen. Die hatten Angst, sich mit ihrsehen zu lassen.
Und wenn sie nun woanders hingefahren wäre, hätte sieauch nicht lange Ruhe gehabt. An der neuen Stelle hätten
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