jeh alle Woche eenmal nach de Sitte; aba, det wolle Jott,det sich die Kieker ooch mal um die edleren Teile bemühten!"
Außer diesen nur ihrem Beruf lebenden Mächen fandZille auch noch manche Frauen, die nicht weit von ihneneinzuordnen waren. Er neckte sie, indem er zwei von ihnen,die aus ihren Fenstern miteinander sprachen, bekennen ließ:
„Komm' Sie denn mit Ihr'n Wirtschaftsgeld aus — FrauNachbarin?"
„Det ick nich wüßte! Ick muß ooch so'n bißken mitver-dien!"
„Ick ooch!" (Bild 7 5.)
Zugleich hat Zille mit diesen Worten ein scharfes Urteilüber Zustände ausgesprochen, in denen die Männer nichtgenug Wirtschaftsgeld für ihre Familien verdienten . . .
Was diese Mächens oft durchzumachen hatten, hat Zillein vielen Bildern und in vielen Unterschriften geschildert.Die Abschnitte „Zille-Milljöh" und „Zille-Kneipen" enthaltenmanches davon. Vor allem sei auf Frau Clara im Abschnitt„Zille als Künstler" hingewiesen, auf die Kellnerfrau, die denFrack ihres Mannes als Feigenblatt benutzte und deren Lebens-wandel und deren Umgebung Zille selbst so eindringlich be-schrieben hat. Das Stärkste — und nicht etwa Ungewöhnlicheerzählte er aber mündlich:
„Ja, die Frieda, diese Ruine von 'ner Sängerin, die imJüdenhof wohnte, ging doch für den langen Paul. Da trafich sie beide eines Tages auch in der Parochialritze. Damalswohnten noch ein paar Schuster da. Die Parochialstraße warja überhaupt mal die Schusterstraße. Im Keller, im Laden,in jeder Ecke hausten Flickschuster, von denen auch manchermit alten, ausgebesserten Stiefeln handelte. Einer von denübrig gebliebenen, ein altes Männeken, war der einzige Gastaußer Paul und Frieda und mir.
Plötzlich — warum war nicht zu merken — wurde Paulwütend und fiel über Frieda her. Mit einem Stoß lag sie in
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