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Das Zillebuch : mit 233 meist erstmalig veröf. Bildern
Entstehung
Seite
139
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Zilles Wesen ist nur zu verstehen, wenn man weiß, daß ernicht nur Zuschauer dieser kleinen Welt war. Er lebte mitdieser Welt. Er lebte in dieser Welt. Er ist vertraut mitallem, was er darstellt. Er ist ein Stück von ihnen. Wenner eine Gosse zeichnet, so war ihm selbst eine Gosse näher-gekommen, als er in seiner ersten eigenen Wohnung, halbKellerwohnung, dicht neben seinem Fenster das Leben derGosse, das Tropfen und Klopfen, das Rieseln und Stürzendes Wassers miterlebte.

Und so ist es auch mit seinen Menschen. Er lebt mit ihnen,mit diesem Volk. Er wohnt noch heute in einer Straße, in

71. Arbeiter-Wäsche auf der Leine.Nach einer Originalstudie zum 1. Mal veröffentlicht.

der, dicht neben dem vornehmen Kaiserdamm,Volk" lebt,Frauen in Tüchern und mit Schürzen Vor den gedunsenenLeibern, Kinder, die in zu großen Schuhen und in Latschenvon der Mutter (die eigenen einzigen Schuhe sind beim Flick-schuster) auf der Straße herum schlurren und viele Män-ner, die mit Mützen daher kommen und die Mädchen mitihm" vor der Düre stehn! . . .

Zille kennt ihre Heimlichkeiten und Freuden, ihre Küm-mernisse und ihre Not. Er kennt ihre Lieder und Redens-arten, ihren nie versagenden, oft eine böse Szene mit Lachenbeendigenden Witz. Er hat ihre Hochzeiten, ihre Landpar-

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